Deployment des Windows-XP-Modus
Kleine bis mittelgroße Firmen haben oft keine Software Assurance (SA) abgeschlossen – deshalb kommt MED-V als Virtualisierungslösung nicht in Frage, wenn es um den Betrieb inkompatibler Anwendungen unter Windows 7 geht. Die Alternative, an jedem Arbeitsplatz den XP-Modus einzeln einzurichten und ohne zentrales Management zu warten, ist nicht gerade der Traum eines Administrators. Zumindest das Deployment des XP-Modus in der Firma lässt sich jedoch strukturiert gestalten und so sicherstellen, dass die betreffenden Anwendungen in den virtuellen Maschinen aller PCs installiert sind, an denen sie benötigt werden.
Mit der Vorbereitung und anschließenden Verteilung eines Images per Kopie ist es allerdings nicht getan – alle VMs hätten den gleichen Namen und die gleiche SID. Das bedeutet, ohne Sysprep geht es nicht. Da das Ziel jedoch die Auslieferung einer VHD ist, wird das Windows Automated Installation Kit (WAIK) nicht benötigt. Auch ist es dank VHD-Mount möglich, direkte Änderungen an dem Image vorzunehmen.
Deployment-Whitepaper von Microsoft
In einem Whitepaper beschreibt Microsoft detailliert, wie beim Deployment des XP-Modus vorgegangen werden sollte und liefert auch gleich die passenden Scripts mit. Erläutert wird sowohl die Methode, bei der man den originalen Windows-XP-Modus herunterlädt und dessen VHD modifiziert, als auch die einer kompletten Neuinstallation einer XP-VM. Bei letzterer Variante benötigt das virtuelle Windows XP ein paar Anpassungen, um RemoteApp und damit die Auto-Veröffentlichung von Anwendungen einzuschalten; Microsofts VM besitzt diese bereits.
Wichtig: Sicherheitsupdates für den XP-Modus
Microsoft betont, wie wichtig es ist, auch für den Windows-XP-Modus für sicherheitsrelevante Updates zu sorgen und empfiehlt, in den Images zunächst die benötigten Anwendungen zu installieren und dann deren Updates zu konfigurieren, damit das resultierende Image sowohl beim Betriebssystem als auch bei allen Programmen sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand ist. Auch Wichtigkeit separater Antiviren- und Sicherheitssoftware wird hervorgehoben, Microsoft erwähnt aber in diesem Dokument vom 21. Oktober 2009 noch nicht die wegen ihres geringen Ressourcenbedarfs und lizenztechnisch dazu besonders gut geeigneten Microsoft Security Essentials.
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