Das Standardverfahren, um einen WinPE-3.0-Datenträger zu erstellen, beschreibt Microsoft in diesem TechNet-Artikel. Je nachdem, wie viel der Admin innerhalb der WinPE-Umgebung zu tun hat, wirkt sich insbesondere das amerikanische Tastatur-Layout störend aus – in der Anleitung fehlt der Schritt mit der länderspezifischen, in unserem Fall deutschsprachigen Anpassung.
Sprachpaket auf DVD bereits vorhanden
Lange suchen muss man nach den Sprachpaketen nicht – sie sind auf der WAIK-DVD bereits in Verzeichnis WinPE_LangPacks vorhanden. Hinter das Geheimnis ihrer Installation kommt man, wenn man bedenkt, dass sich um ganz normale Pakete handelt, die man per DISM zum Image hinzufügen kann.
Deutsches WinPE per DISM erstellen
Um das WinPE-Image überhaupt zur Bearbeitung zu öffnen, muss man es vor Schritt 3 der Microsoft-Anleitung zunächst einmal mounten. Direkt nach dem copype.cmd-Kommando erledigt das der Befehl
dism /Mount-Wim /MountDir:mount
↪ /wimfile:winpe.wim /index:1
Die Administrator-Eingabeaufforderung befindet sich bereits im WinPE-Anpassungsverzeichnis und mount ist ein für derlei Anpassungen vorgesehenes, bereits vorhandenes leeres Verzeichnis. Das deutsche Sprachpaket appliziert man danach per
dism /image:mount /Add-Package
↪ /PackagePath:E:\WinPE_LangPacks\amd64\de-de\lp.cab
Der Laufwerksbuchstabe des DVD-Laufwerkes ist dabei gegebenenfalls anzupassen sowie die richtige Architektur im Pfad vor der Sprache auszuwählen. Mit
dism /image:mount /Set-AllIntl:de-DE
setzt man alle Einstellungen – Sprache der Oberfläche, Tastatur-Layout, Standort – auf „Deutschland“, per
dism /image:mount /Get-Intl
kontrolliert man das Ergebnis. Danach hängt man das Image mit
dism /Unmount-Wim /MountDir:mount /commit
wieder aus dem Verzeichnisbaum aus und übernimmt alle Änderungen. Danach kann man aus der angepassten WIM-Datei ein bootfähiges Medium erstellen, wie dies Microsoft in diesem TechNet-Artikel beschreibt.



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