Gruppenrichtlinien mit Starter-Gruppenrichtlinienobjekten importieren und exportieren
Jeder frisch installierte Windows-2008-(R2)-Server besitzt
neben den ansonsten vorinstallierten auch einen Satz Starter-Gruppenrichtlinienobjekte.
Sie sind nach typischen Rollen benannt, etwa „Windows Vista EC-Computer“ oder „Windows
Vista EC-Benutzer“ und beinhalten gängige Richtlinien und
Einstellungen für den angegebenen Geräte- oder Benutzertyp. Der Domäne oder
irgendeiner OU zugeordnet sind sie nicht – sie befinden sich im Knoten Starter-Gruppenrichtlinienobjekte
und dienen ausschließlich als Schablonen: Erst mit dem Befehl Neues Gruppenrichtlinienobjekt aus
Starter-Gruppenrichtlinienobjekt lassen sich „richtige“ Gruppenrichtlinienobjekte
aus ihnen erstellen.
Eigenarten der Starter-Gruppenrichtlinienobjekte
Starter-Gruppenrichtlinienobjekte sind intern genauso wie normale Gruppenrichtlinienobjekte aufgebaut. Sie unterscheiden sich von ihnen vor allem durch die
Schablonen-Funktion und dadurch, dass sie keinem Bereich zugeordnet sind. Kopieren
und Einfügen funktioniert nur innerhalb der Starter-Gruppenrichtlinienobjekte
oder eben außerhalb von ihnen mit den restlichen; die Interaktion mit den
wirksamen Gruppenrichtlinien geschieht rein über die Schablonen-Funktion.
Klickt man Starter-Gruppenrichtlinienobjekte in der Management-Konsole Gruppenrichtlinienverwaltung an, zeigen sie jeweils die gleichen Registerkarten – bis auf Bereich, den sie nicht besitzen. Analog zu anderen Gruppenrichtlinienobjekten kann man sich auf der Registerkarte Einstellungen einen Bericht aller von der Richtlinie getroffenen Richtlinien und Einstellungen anzeigen lassen und diesen auf Wunsch speichern. Bearbeiten kann man die vom System installierten Starter-Gruppenrichtlinienobjekte nicht – dies funktioniert nur mit per Copy&Paste angelegten Kopien von ihnen.
Eigene Starter-Gruppenrichtlinienobjekte, Export, Import
Zusätzlich zu den vorinstallierten Starter-Gruppenrichtlinienobjekten kann der Administrator eigene anlegen, ob nun durch Kopie eines eigenen oder der kompletten Neu-Anlage mittels des Kontextmenüpunktes Neu. Im Sinne der Übersicht über alle erstellten Richtlinien kann es ein großer Vorteil sein, diese zunächst generell als Schablonen anzulegen und ihnen erst dann einen Bereich zuzuordnen, sie also in eine wirkliche Gruppenrichtlinie umzuwandeln.
Ein zweiter Grund ist deren Übertragbarkeit: Starter-Gruppenrichtlinienobjekte lassen
sich nicht nur sichern
und wiederherstellen wie ihre Standard-Pendants, sondern als CAB-Dateien
exportieren, um sie in einer anderen Umgebung wiederzuverwenden. Dies geschieht
durch einen Klick auf den Knoten Starter-Gruppenrichtlinienobjekte; die Schaltflächen
für den CAB-Export und den Import fremder CAB-Dateien findet man dann im
rechten Fenster unter der Liste.
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