Besonders in kleineren Umgebungen geschehen Deployment von Hard- und Software nicht unbedingt zentral. Ist die Anzahl der Benutzer gering, etwa in der Arztpraxis oder der Anwaltskanzlei, ähnelt das Szenario vielmehr dem, das auch der einzelne Home-Office-Benutzer oder Heimanwender durchläuft. Die alten PCs befinden sich oft in der Arbeitsgruppe statt in einer Domain oder gar einem AD, zentrales Management gibt es nicht.
Hier kommen beim Migrieren auf eine andere Maschine oder auf ein neues Betriebssystem oft Heimanwender-Lösungen wie „Windows Easy Transfer“ zur Anwendung, die für nur einen oder zwei PCs weit weniger Aufwand versprechen als etwa die Verwendung von USMT.
Windows Easy Transfer: Nur ohne EFS
Wer auf die Idee kommt, vor dem Umstieg auf einen neuen Client-PC die Suchmaschine seiner Wahl nach den Begriffen „Easy Transfer“ und „EFS“ zu befragen, erfährt, dass beides zusammen nicht geht – man müsste alle Dateien also erst entschlüsseln. Hatte man die Idee zu dieser Suche nicht, gibt auch „Windows Easy Transfer“ leider keine Warnung aus, stattdessen entscheidet es bei jeder einzelnen Datei, dass hier ein unlösbares Problem vorliegt. Das heißt, es braucht die gleiche Zeit wie für eine erfolgreiche Migration und bietet an, die vier-, fünf- oder sechsstellige Zahl von Fehlern einzusehen.
USMT lohnt manchmal schon für einen PC
Da es auch auf der meist älteren Hardware, von der wegmigriert wird, Stunden dauern kann, eine Festplatte mit den Dokumenten mehrerer Jahre zu entschlüsseln, empfiehlt sich die Alternative, doch USMT zu verwenden. Microsoft schreibt in einem TechNet-Artikel, welche Parameter notwendig sind, um auch verschlüsselte Dateien zu migrieren. Wichtig: Die Zertifikate müssen mitgenommen werden; der Scanstate-Parameter „/efs:copyraw“ kümmert sich nicht darum, ob die Dateien am Ziel lesbar sein werden.
Auch bei Verwendung von „/efs:hardlink“ muss man sich um die Zertifikate kümmern. Einzige Ausnahme ist „/efs:decryptcopy“, was die Dateien beim Migrieren entschlüsselt. Der Zeitfaktor dürfte bei der letzten Variante allerdings genauso hinderlich sein wie beim manuellen Entschlüsseln vor der Migration.



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