Das virtuelle Festplatten-Format VHD (Virtual Hard Disk) wird von Microsoft als vielseitig nutzbares Format propagiert. Microsoft verwendet es in Windows Image Backup, Virtual PC/ XP-Modus und Hyper-V; Windows 7 und Server 2008 R2 können VHDs im Datenträgermanager erstellen, ins Dateisystem einbinden und wieder daraus lösen sowie direkt von einer VHD booten. Inzwischen befindet sich das Format auf dem Durchmarsch zu Quasi-Standard: Citrix' XenSource verwendet es, und Oracle VirtualBox unterstützt es inzwischen genau wie die VMware-Produkte. Eine der Stärken des Formates ist die Möglichkeit, Offline-Modifikationen vorzunehmen, ohne die zugehörige VM starten zu müssen. Die folgende Übersicht zeigt interessante Tools zur VHD-Bearbeitung.
- VMUtil VHDCopy kopiert virtuelle Festplatten optimiert, indem es auch bei fixen VHDs nur die Daten ans Ziel überträgt – unter Weglassung unnützen Ballastes wie Hibernation- oder Page-Files. Die Enterprise-Version VHDCopEE arbeitet mit Microsofts System Center Virtual Machine Manager 2008 R2 zusammen und ist auf Kopieren im Netzwerk und Clouds optimiert. VMProv stellt VHDs (und VMDKs) noch während des Kopiervorganges zur Einbindung bereit, als ob dieser bereits abgeschlossen wäre. Die Kommandozeilentools können frei mit Disk-Größen bis 128 GB und noch bis zum ersten April getestet werden, Preise auf Anfrage.
- Chris Ecks VHDtool erstellt, konvertiert, vergrößert und repariert VHD-Dateien fixer Größe, letzeres ist die Undo-Funktion für den Fall, dass die vergrößerte VHD die Snapshot-Kette unter Hyper-V zerstört. Sowohl Vergrößern als auch dessen Rücknahme sind extrem vorsichtig zu verwenden und können Daten zerstören.
- Der VHD Resizer von vmToolkit ist die sicherere Variante, die Größe fixer VHDs zu ändern. Das Tool erledigt dies durch Kopieren, außerdem kann es dynamische in fixe VHDs umwandeln und vice versa. Der VMDK(VMWare) to VHD Converter konvertiert VMware VMDK-Dateien in VHDs.
- Disk2vhd von Mark Russinovich und Bryce Cogswell (ehemals Sysinternals) konvertiert physische Disks zu VHDs. Die Besonderheit: Dies funktioniert auch mit der Festplatte des gegenwärtig laufenden Systems.
- Die Shareware WinImage (Standard-Version $30 beziehungsweise €30 bei Bestellung über europäische Präsenz) kann VHDs zu von physischen Festplatten erstellen (allerdings nur offline), beherrscht aber auch den umgekehrten Weg. Zwischen VMDK und VHD konvertiert es ebenfalls.


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