Ursache für Bluescreen (BSOD) mit Crash Analyzer ermitteln
In einer Serie von TechNet-Videos zum
Einsatz von MDOP können sich Administratoren kurze Walkthrough-Beiträge zur effektiven
Verwendung der darin enthaltenden Tools anschauen. Interessant ist
insbesondere ein ca. 1½-minütiger Beitrag
darüber, wie man Crash
Analyzer und Computer-Management-Tools aus dem DaRT
aus zur Analyse und Behebung von BSODs verwendet.
Diese werden in der überwiegenden Zahl, geschätzt etwa ¾ aller Fälle, durch fehlerhaft programmierte Treibern verursacht. Ein durch DaRT erstelltes ERD-Bootmedium bietet die Möglichkeit, sowohl diesen Treiber ausfindig zu machen als auch abzuschalten, während das System offline ist.
Vom Crash zur Lösung – Schritt für Schritt
Für unser Beispiel verwenden wir das Tool NotMyFault,
mit dem man neben anderen Systemfehlern auch einen BSOD provozieren kann. Es
muss mit Administratorrechten gestartet werden und installiert für seine
Ausführung den Treiber myfault.sys in Windows’ Treiberverzeichnis, der
durch (absichtliche) Fehlprogrammierung den Systemfehler erzeugt.
Wichtig für die Behandlung eines BSOD ist, den von Windows dabei erstellten Speicherauszug (Memory Dump) bis zu Ende laufen zu lassen, was einige Sekunde bis Minuten dauern kann. Er wird unter %SystemRoot%\memory.dmp gespeichert. Danach startet man das ERD-Bootmedium, was man auch außerhalb der Simulation tun müsste, etwa wenn der Treiber automatisch startet.
Nach dem ERD-Start wählt man die Optionen, das Netzwerk im Hintergrund zu verbinden und die Laufwerke entsprechend dem laufenden System zuzuordnen. Die deutsche Tastaturbelegung erreicht man am schnellsten, indem man im entsprechenden Dialog 6× g drückt.
Zum Crash Dump Analyzer gelangt man durch das Anklicken der
Links Microsoft®
Diagnostics and Recovery Toolset und Crash Analyzer. Ist ein
Speicherauszug am Standardort auf der Platte vorhanden, zeigt das Tool dies
durch die Option Automatically
configure tools, symbols, and analyze most recent crash dump file
an. Wählt man diese ab, kann man eine andere DMP-Datei aus einem Dateidialog
auswählen. Nach einiger Zeit identifiziert das Tool den Treiber und zeigt das
Ergebnis an.
Nun kann man den Crash Analyzer schließen und startet das
DaRT-Tool Computer
Management. Hier klickt man auf den Knoten Services and Drivers → Drivers und
such den schuldigen Treiber heraus. Mit der rechten Maustaste klickt man auf
den Menüpunkt Properties und stellt den Startup type auf Disabled.
Danach kann man das normale System wieder starten; die
Ursache für den Bluescreen wurde eliminiert. Nun sollte man – wenn der Treiber
für das korrekte Funktionieren eines Gerätes erforderlich ist – ein Update für
diesen suchen. Ist er verzichtbar, löscht man am besten seinen Eintrag in der
Registry unter HKLM\System\CurrentControlSet\Services sowie die
zugehörige Datei unter %SystemRoot%\System32\drivers.
Ähnliche Beiträge
- Svchost.exe – Probleme finden
- Microsoft Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT, ehemals ERD Commander)
- Ursache für hängenden Prozess ermitteln
- Service Pack 1: Installation scheitert mit Fehler 0x80070050 (Die Datei ist vorhanden)
- Problembericht senden: Windows Error Reporting konfigurieren oder deaktivieren




Keine Kommentare
Kommentar hinzufügen