Windows Backup-Fehler 0x81000037 beheben
Windows Backup unter Windows 7 ist vom Design her dazu
angelegt, den Benutzer regelmäßig daran zu erinnern, dass es doch bitte eingerichtet
werden möge, nachdem er dies getan hat, still und regelmäßig im Hintergrund
seinen Dienst zu tun und im Fehlerfalle
hilfreich zur Hand zu sein. Das klappt auf den meisten PCs auch ganz gut, nur zuweilen
steigt Windows Backup mit dem Fehler 0x81000037 aus der Sicherung aus.
Dieser ist nicht sporadisch, sondern bleibt nach dem ersten Auftreten bestehen. Darum muss er beseitigt werden, wenn man wieder aktuelle Backups haben will.
Mögliche Ursache 1: Malware
Eine mögliche Ursache für den Fehler ist, dass die Real-Time-Protection des Virenscanners während des Backups einen Malware-Befall meldet. Das muss nicht zwangsläufig schon früher aufgefallen sein: Lädt der Browser etwa eine Java-Klasse in den lokalen Cache herunter, die durch ein späteres Signatur-Update nachträglich als Malware eingestuft wird, würde sie erst beim nächsten vollen System-Scan herausgefischt – oder eben beim Öffnen der Datei durch Windows Backup. Die Bereinigung (nicht Quarantäne) durch den Scanner oder manuell schafft Abhilfe, manchmal muss vor einem erneuten Backup-Versuch das System neu gestartet werden.
Mögliche Ursache 2: Probleme mit den Schattenkopien
Oft reicht die einfache Malware-Bereinigung nicht aus, da
Schattenkopien der Malware existieren, vor allem in sich oft verändernden
Ordnern wie dem Browser-Cache. Je nach Virenscanner wird bei der Meldung der
Malware angezeigt, in genau welcher Schattenkopie sie noch vorhanden ist, bei
den Microsoft
Security Essentials etwa ist dies der Fall. Mittels des Kommandozeilentools
vssadmin
innerhalb einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten lässt sich diese
gezielt löschen: Melden sie Security Essentials etwa die Datei in Device\HarddiskVolumeShadowCopy5,
sucht man mittels
vssadmin list shadows
die entsprechende heraus, kopiert deren ID hinter Shadow Copy ID in die Zwischenablage und löscht sie per
vssadmin delete shadows /shadow=‹{ID}›
Das kann mühselig werden, wenn die Malware in mehreren Schattenkopien steckt. Per
vssadmin delete shadows /all
wird mal alle auf einmal los, was auch ohne Virenscanner-Meldungen die schnellste Methode ist, Backup-Problemen zu begegnen, die durch VSS-Fehler verursacht werden. In der Ereignisanzeige nach einem fehlgeschlagenen Backup-Versuch sieht man jeweils, ob ein VSS-Fehler die Ursache war.
Mögliche Ursache 3: Links oder Verzeichnisverbindungen in den Bibliotheken
Die am schwersten zu diagnostizierenden Fehler, welche einen Backup-Abbruch mit 0x81000037 verursachen, sind Probleme mit Analysepunkten (Reparse Points), die sich in den zu sichernden Bibliotheken von Benutzern befinden. Damit sind alle Bereitstellungspunkte, Verzeichnisverbindungen und symbolische Verknüpfungen von NTFS gemeint. Nicht dass sie generell verboten wären – dann würde gar kein Backup mehr funktionieren, da auch die Lokalisierung der Ordnernamen per Verzeichnisverknüpfung auf die immer im englischen Original gehaltenen echten Ordnernamen realisiert wird. Komplett klar ist die Ursache nicht, eindeutig scheint nur zu sein, dass ein gemountetes komprimiertes Volume innerhalb einer Bibliothek mit Windows Backup unverträglich ist.
Hier hilft, die letzten Änderungen an allen Bibliotheken Revue passieren zu lassen und gegebenenfalls zurückzunehmen – entweder indem man die entsprechende Bibliothek aus dem Backup ausschließt oder die fragliche Verknüpfung aus der Bibliothek entfernt. Einen Überblick aller Bereitstellungspunkte, Verzeichnisverbindungen und symbolische Verknüpfungen bietet der Befehl
dir /a:l /s \
in einer Eingabeaufforderung mit administrativen Rechten.
Man gehe hier aber mit Bedacht vor und entferne nur Verknüpfungen, die
offenkundig nicht vom System selbst stammen, etwa die zur Lokalisierung à la Eigene
Dateien [C:\Users\akr\Documents]. Dieses dürfte die überwältigende Anzahl
sein. Welche man darüber hinaus manuell angelegt hat, sollte sich aus der Liste
eindeutig ersehen lassen.




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