WinRE nachträglich installieren


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Deployment ThumbnailDie Reparaturumgebung WinRE wird bei einer Standard-Installation von Windows 7 mit auf die Festplatte installiert und befindet sich danach auf einer versteckten Partition. Dadurch entfällt im Fehlerfall die Suche nach der Setup-CD oder System Repair Disc, sondern man kann direkt aus dem Boot-Menü per ‹F8› auf das Notfallsystem zugreifen. Bei einer OEM-Installation oder nach zentral erfolgtem Windows-7-Deployment ist diese jedoch nicht unbedingt vorhanden. Da muss kein Problem innerhalb einer Firma darstellen – Datenträger und/oder Helpdesk-Mitarbeiter sind hier meist auf kurzem Wege erreichbar – für einen mobilen Rechner möchte man jedoch gerne eine zweite Reißleine. Hier kann man WinRE nachträglich installieren.

Vorbereitungen

Kopieren und Registrieren des Notfall-Images genügtMan benötigt ca. 200 MB Platz für die Notfallpartition – ein Wert um die 3 GB ist aber besser, weil man dann auch gleich noch den Installationsdatenträger selbst mit darauf unterbringen kann. Diesen kann man mit Hilfe des Disk-Managers diskmgmt.msc durch Verkleinern der Systempartition schaffen. Die Notfallpartition selbst erstellt man am besten mit dem Kommandozeilenwerkzeug diskpart.exe: Hier kann man mittels des Befehls

create partition primary id=7

gleich deren Typ als ID festlegen – Microsoft empfiehlt 0x27 oder 0x7. Da Typ 0x27 nur funktioniert, wenn die Partition am Beginn der Festplatte liegt, verwendet man hier 0x7 – nach dem Verkleinern des Systemdatenträgers entsteht der freie Platz an dessen Ende. Die Partition wird formatiert und erhält einen Laufwerksbuchstaben (in den Beispielen dieses Beitrags R:) und ist nun bereit für die Aufnahme des WinRE-Images.

Einfaches Kopieren genügt oft

Auf der neuen Notfall-Partition legt man die Verzeichnisstruktur \Recovery\WindowsRE an. Hier hinein kopiert man das unter %SystemRoot%\system32\Recovery vorhandene Image Winre.wim, welches in dem Fall an diesem Ort abgelegt wird, dass im Zuge des Deployments keine Notfall-Partition angelegt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, hilft es, die Erstellung einer Repair Disc anzustoßen: Windows fordert dazu noch einmal das Installationsmedium an, danach sind die Dateien an ihrem Platz.

In einer mit Administratorrechten ausgestatteten Eingabeaufforderung macht man das System mit dem neuen Ort seines Rettungssystems bekannt:

ReAgentc.exe /setreimage /enable /path R:\Recovery\WindowsRE

Wichtig hierbei ist, nur den Pfad als Parameter anzugeben, nicht das Image selbst. Ob der Eintrag als Reparatur-Start ins ‹F8›-Bootmenü geklappt hat, kann man auch ohne Neustart sehen: Bcdedit muss, ohne Parameter aufgerufen, hinter der Option „recoveryenabled“ des aktuellen Systems den Wert „yes“ zeigen. Ein Neustart, ob nach ‹F8› und Auswahl der Windows-Reparatur der das Notfallsystem auch funktioniert, empfiehlt sich dennoch.

Statt mit dem vorgefertigten kann man die ganze Prozedur auch mit angepassten WinRE-Images durchführen. Microsoft beschreibt in einem TechNet-Artikel, wie solche Images erstellt werden.

Installationsdatenträger hinzufügen

Ist noch Platz, kann man von der Windows-7-Installationsquelle außerdem das Image install.wim auf die Notfallpartition kopieren. Damit dieses später funktioniert, muss es den Namen „install.wim“ behalten. Auch dieses wird im System registriert:

ReAgentc.exe /setosimage /path R:\

Mit dem Installations-Image in der Notfallpartition ausgerüstet, bietet Windows seine eigene Neuinstallation anDamit kann Windows zukünftig neu installiert werden, ohne dass eine Installations-DVD oder ein entsprechendes Netzwerk-Image vorhanden sein muss. Sowohl die Wiederherstellungsoptionen in der Systemsteuerung als auch das Notfall-Menü bei gestartetem WinRE bieten diesen Punkt nun an.

Nach der Fertigstellung der Partition kann und sollte man deren Laufwerksbuchstaben wieder entfernen – für den Start und Betrieb von WinRE wird er nicht mehr benötigt.

 

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