MDOP
MDOP 2011 R2: Bitlocker-Administration, DaRT 7, AIS 2.0
Nur wenige Monate nach dem Erscheinen von MDOP 2011 legt Microsoft das Release 2 der Tools-Sammlung nach. Mit an Bord ist mit dem Microsoft Bitlocker Administration and Management (MBAM) ein neues Produkt, zum bringt MDOP 2011 R2 Updates für das Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT) und den Inventarisierungsdienst Asset Inventory Service (AIS).
Desktop-Inventarisierung: Microsoft bringt AIS 2.0
Nach rund einem Jahr Betatest gab Microsoft nun Asset Inventory Service (AIS) in der Version 2.0 frei. Es handelt sich um einen gehosteten Service zur Inventarisierung von Enterprise-Desktops und erfasst sowohl Hard- als auch Software. Die neue Version bringt besonders Verbesserungen bei der Management-Oberfläche und beim Reporting.
MSI-Dateien automatisch in App-V-Packages konvertieren
Die Applikationsvirtualisierung mit App-V erweitert ein wesentliches Feature von Windows, nämlich die Bereitstellung und Ausführung von Programmen. Eigentlich müssten daher zumindest die Basisfunktionen von App-V in das Betriebsystem wandern, derzeit ist es aber ein eigenständiges Produkt und gehört zum Lieferumfang von MDOP. Diese Randposition macht sich auch darin bemerkbar, dass es ein Package-Format nutzt, in dem kaum ein Hersteller seine Software ausliefert und mit dem Windows wenig anzufangen weiß.
DaRT 7: Remote-Wiederherstellung und PXE-Boot
Microsoft kündigte die Version 7 des Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT) an, sie soll Anfang April in einer Betaversion erscheinen. Es handelt sich dabei um Werkzeuge, die aus dem ehemaligen Wininternals ERD Commander hervorgegangen und für das Troubleshooting von instabilen oder fehlkonfigurierten PCs vorgesehen sind. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Möglichkeit für das Remote Recovery sowie zusätzliche Deployment-Optionen.
MDOP 2011 kommt mit App-V 4.6 SP1 und Med-V 2.0
Microsoft hat das Desktop Optimization Pack (MDOP) 2011 freigegeben. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Tools für das Desktop-Management, die Kunden mit einer Software Assurance für den Client vorbehalten bleibt. Die neue Version enthält Updates der zwei integrierten Virtualisierungsprodukte. Während App-V nur einige kleinere Verbesserungen vorweisen kann, handelt es sich bei Med-V um ein größeres Update.
Microsoft Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT, ehemals ERD Commander)
Das Microsoft Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT) ist Bestandteil des Microsoft Desktop Optimization Pack
(MDOP). Als solches ist es nur für Software-Assurance-Kunden zugänglich.
Separat erwerben kann man es leider nicht, was seinen geringeren Bekanntheitsgrad
gegenüber dem schon als legendär zu bezeichnenden Winternals ERD Commander von
Winternals erklären mag, aus dem es hervorging. Viele DaRT-Bestandteile tragen
auch heute noch das ursprüngliche ERD-Commander-Branding. TechNet- und
MSDN-Abonnenten können DaRT ebenfalls ausprobieren, wie dies für das gesamte
MDOP der Fall ist.
Bitlocker Administration and Monitoring: Verschlüsselung zentral verwalten
Mit Bitlocker bietet Microsoft ein Tool an, das unter Windows 7 Enterprise und Windows 7 Ultimate Windows-Festplatten und mobile Datenträger wie USB-Sticks ("Bitlocker to Go") verschlüsselt. Dies soll sicherstellen, dass vertrauliche Informationen auf dem Rechner sowie Betriebssystem und Anwendungen vor dem Zugriff Unbefugter sicher sind. Bislang gab es jedoch keine Möglichkeit, Bitlocker-Laufwerke zentral zu verwalten. Speziell für Unternehmen, mit viele Windows-Rechner mit verschlüsselten Laufwerken einsetzen, war das höchst unbequem. Nun hat Microsoft mit "Microsoft Bitlocker Administration and Monitoring" (MBAM) ein Management-Tool für diesen Zweck angekündigt.
Desktop-Virtualisierung mit Microsoft: die Technologien im Überblick
Trotz aller Vorbehalte gegen zentrale Desktops hat Microsoft mittlerweile ein Portfolio an Tools entwickelt bzw. zugekauft, die alle wesentlichen Funktionen für die Virtualisierung von Desktops bieten. Wie man von einem Plattformanbieter wie Microsoft erwarten kann, strebt die Firma nach einem vollständigen Software-Stack vom Hypervisor bis zu den Management-Werkzeugen. Allerdings weisen Microsofts VDI-Technologien derzeit noch eine Reihe von Defiziten auf, so dass sie für den produktiven Einsatz in größeren Installationen nicht ausreichen.
Enterprise Agreement kündigen: Wie man Windows und Office weiternutzen darf
Das Enterprise Agreement (EA) ist eine Form der Volumenlizenzierung für große Unternehmen, über die man Lizenzen entweder für die unbegrenzte Nutzung ("perpetual License") erwerben oder diese für einen bestimmten Zeitraum mieten kann (Enterprise Subscription Agreement). Während die Kündigung beim Mietmodell einfach dazu führt, dass man solcherart lizenzierte Produkte nicht mehr verwenden darf, ist die Situation bei einem gewöhnlichen EA komplizierter.
Virtual PC mit MED-V 2.0 nahtlos in den Desktop integrieren
Microsoft schickt MED-V 2.0 in den öffentlichen Beta-Test. Das ist für IT-Planer und Administratoren eine gute Gelegenheit, das Produkt ohne jede Abo-Verpflichtung unverbindlich zu testen. Normalerweise ist MED-V Teil von Microsofts MDOP und damit nur Kunden mit Software Assurance (SA) vorbehalten. Eine alternative Möglichkeit, das Produkt zu testen, stünde noch per TechNet-Plus-Abo zur Verfügung; innerhalb der Beta-Phase kann man also vorübergehend testen, wenn man keines von beiden abgeschlossen hat.
