Auch wenn das Thema Desktop-Virtualisierung noch immer große Aufmerksamkeit genießt und die Gartner-Analysten den weltweiten Markt für Hosted Virtual Desktops im Jahr 2013 auf 65 Mrd. Dollar schätzen, so sind die großen und unternehmensweiten Installationen noch rar. Nachdem die Hersteller mit ihren Produkten in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht haben, kann die Zurückhaltung der Anwender nicht alleine an technischen Unzulänglichkeiten der VDI-Lösungen liegen.
RDS
Die wichtigsten Hindernisse für die Desktop-Virtualisierung
MAP 5.0 inventarisiert Linux, Gratis-Tool von Ericom, MED-V 1.0 SP1
Microsofts Assessment and Planning Toolkit (MAP) dient primär dazu, vorhandene Rechner auf ihre Eignung für Windows 7, Server 2008 R2, App-V oder Office zu überprüfen. Die Software inventarisiert die Systeme über das Netz via WMI. Bisher konnte das Tools bereits Informationen über Windows-Rechner und VMware-Hosts sammeln. In der Version 5.0 kommen nun auch Linux-Systeme hinzu, die etwa daraufhin untersucht werden, ob sie sich (unter Hyper-V) virtualisieren lassen. MAP 5.0 inventarisiert nicht nur die Hardware und das Betriebssystem, sondern auch Anwendungen auf Basis des LAMP-Stacks.
App-V 4.6: Neue Funktionen, Lizenzbedingungen und Tools
Das Update von Microsoft Application Virtualization (App-V) auf die Version 4.6 ist eine der wesentlichen Neuerungen des Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP) 2010. Die 2006 von Softgrid gekaufte Software entwickelt sich immer mehr zu einem zentralen Baustein für die Bereitstellung von Anwendungen unter Windows. App-V 4.6 ist nicht nur die Version für Windows 7 und Server 2008 R2, sondern bringt zusätzlich einige neue Funktionen.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu RemoteFX
Microsoft kündigte für das Service Pack 1 von Windows 7 und Server 2008 überraschend zwei neue Features an, die vor allem die Desktop-Virtualisierung auf der Microsoft-Plattform erleichtern. Eines davon ist RemoteFX, mit dem das Benutzererlebnis beim Zugriff auf entfernte Anwendungen und Desktop verbessert werden soll. Hier eine FAQ zu RemoteFX (RFX):
Zitat der Woche: "RDS ist der Inbegriff schlechten Designs"
Cláudio Rodrigues, CEO von WTSLabs Inc. und Blogger, wollte seine Anleitung "Terminal Services form A to Z" (PDF) auf den Stand von Windows Server 2008 R2 bringen. Dort heißen die ehemaligen Terminaldienste nun Remote Desktop Services (RDS) und wurden erheblich erweitert. Unter anderem enthalten sie nun eine Basisaustattung zur Einrichtung virtueller Desktop (VDI). Das Installieren einer RDS-Umgebung ist offenbar auch für einen Terminal-Server-Veteranen keine leichte Aufgabe:
Capacity View für ESX, AD LDS für Windows 7, Wyse TCX Suite 4.0
- VKernel bietet ein weiteres kostenloses Tool zum Management von VMware-Infrastrukturen an. Capacity View kann kapazitätsbedingte Performance-Probleme aufspüren, etwa I/O-Latenzen von VMs oder zu gering ausgelastete CPUs, Arbeits- und Massenspeicher. Das Tool gibt auch Hinweise darauf, welche VMs überausgestattet sind und daher Ressourcen freigeben können.
Windows Multipoint Server 2010 als Alternative zu Desktops?
Microsoft gab gestern den Windows Multipoint Server 2010 frei. Er wird vor allem als Lösung für Bildungseinrichtungen beworben, ist aber auch in einer OEM-Version für kleine Unternehmen verfügbar. Der immer wieder genannte Preisvorteil ist moderat und muss mit technischen Einschränkungen erkauft werden.
Azure, Amazon: Terminaldienste aus der Cloud
Searchcloudcomputing meldet, dass Microsoft beabsichtigt, die Remote Desktop Services in Azure zu unterstützen. Dieses Feature soll mit der Möglichkeit eingeführt werden, dass Kunden Images von virtuellen Maschinen auf die Plattform laden und dort starten können. Azure würde damit von seiner derzeitigen Positionierung als Platform as a Service (PaaS) in Richtung IaaS erweitert und gegen die Web Services von Amazon konkurrieren. Diese bieten schon seit einiger Zeit Terminaldienste auf Basis virtueller Windows-Server, wobei zusätzlich noch XenApp gebucht werden kann.


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