Im Zuge des Updates von Virtual PC 2007 auf Windows Virtual PC (2010) unter Windows 7 hat Microsoft dessen UI um eine Funktion erleichtert: Von vielen unbemerkt, kann man kein Floppy-Laufwerk unter Windows Virtual PC mehr einrichten, wie dies in der Vorgängerversion noch der Fall war. Das gilt sowohl für die Anbindung eines Images als auch für die Verbindung zu einem eventuell vorhandenen physischen Diskettenlaufwerk.
Virtual PC
Floppy-Laufwerk unter Virtual PC
Virtual PC: Speicherort für virtuelle Maschinen festlegen
Mit Windows 7 wurde der Virtual PC integraler Bestandteil des Betriebssystems. In den Editionen Professional, Ultimate und Enterprise erteilt Microsoft zudem die Lizenz zur Ausführung von XP in einer virtuellen Maschine und liefert diese gleich in Form des XP Modus. Virtualisierung auf dem Client wird damit zum Mainstream und ein Fall für die Systemadministration.
Virtuelle Netzwerke in VMware Player und Workstation, VirtualBox und Virtual PC konfigurieren
Desktop-Virtualisierer eignen sich nicht nur zum Test neuer Systeme oder Anwendungen, auch Netzwerk-Szenarien lassen sich in virtuellen Umgebungen mit weitaus höherem Komfort testen als dies ein physisches Testnetz bieten könnte. Die meisten Typ-2-Hypervisoren, auch kostenlose wie VirtualBox, bieten Netzwerk-Optionen, die geeignet sind, die VMs in diesen Netzen vom Host-Netzwerk zu isolieren – es wäre schließlich kaum wünschenswert, wenn etwa ein virtueller DHCP-Server in das physische Firmennetzwerk hineinfunkt. An der konkreten Gestaltung und den Optionen der Netzwerkmodi gibt es jedoch noch Optimierungspotential.
Vergleich: Sun VirtualBox, VMware Workstation und Player, Microsoft Windows Virtual PC
Während bei der Server-Konsolidierung klar die Typ-1-Hypervisoren zu Hause sind, laufen für Testzwecke aller Art auf Admin-Rechnern die Desktop-Produkte der Virtualisierungsanbieter. Welche das sind – VMware Workstation, Microsoft Windows Virtual PC oder Virtual Server – hängt oft davon ab, auf welche Virtualisierungsinfrastruktur sich die Firma festgelegt hat.
Gibt es eine solche Festlegung nicht, ist man in einer gemischten Umgebung zu Hause oder hat der Admin hier freie Hand, kann die freie Verfügbarkeit von Desktop-Virtualisierungsprodukten eine Rolle spielen – VMware Player und Sun VirtualBox kommen ins Spiel.
Netzwerk-Optionen für virtuelle Maschinen
Unabhängig von der implementierten Virtualisierungslösung gibt es prinzipiell drei unterschiedliche Arten, die virtuellen Maschinen (VMs) mit dem Netzwerk zu verbinden: direkt an das gleiche LAN-Segment wie der Host angeschlossen wie eine physische Maschine, in einem eigenen Subnetz mit Netzwerk-Zugriff auf den Host, wobei der Host optional NAT anbieten und somit als Router für die VMs fungieren kann, oder in einem Subnetz ohne Host-Zugriff, wobei sich alle in diesem Subnetz befindlichen VMs trotzdem gegenseitig erreichen können.
Virtual PC und Virtual Server: Ernste Sicherheitslücke
Das Sicherheitsunternehmen Core Security veröffentlichte am 16. März 2010 ein Advisory zu einer schweren Sicherheitslücke im Speichermanagement der Typ-2-Hypervisoren von Microsoft. Betroffen sind demnach Microsoft Virtual PC in den Versionen 2007, 2007 SP 1, der aktuelle Virtual PC von Windows 7 und Virtual Server 2005 und 2005 R2 SP1. Hyper-V hat das Problem nicht.
XP-Modus nun ohne Hardware-Virtualisierung
Um unter Windows 7 den XP-Modus zu nutzen, ist nun keine Hardware-Virtualisierung mehr notwendig. Microsoft veröffentlichte ein entsprechendes Update unter KB977206 – Virtual PC kann den XP-Modus nun auch ausführen, wenn weder Intel-VT noch AMD-V zur Verfügung stehen. Direkt zu den Upgrade-Dateien geht es hier: Download für Windows 7 32-Bit und 64-Bit.
XP-Modus: Start der virtuellen Anwendungen beschleunigen
Die Akzeptanz einer Virtualisierungslösung beim Anwender hängt primär davon ab, inwiefern sich das Erlebnis beim Benutzen der virtualisierten Anwendungen von der Verwendung eines normalen Programmes unterscheidet. Dabei spielt nicht nur das optische Erscheinungsbild eine Rolle, sondern auch die Startzeiten der virtualisierten Anwendungen.
Kostenlose E-Books zu Microsofts R2-Virtualisierungs-Produkten und Windows 7
Mitch Tulloch, Autor zahlreicher Bücher zu Microsoft-Produkten, bietet auf seiner Website mehrere E-Books zum kostenlosen Download an. Frisch erschienen ist das Update für Understanding Microsoft Virtualization Solutions: From the Desktop to the Datacenter. Es behandelt unter anderem nun die R2-Versionen von Hyper-V und der Virtualisierungs-Software in MDOP 2009 R2 (App-V und Med-V). Es kann hier heruntergeladen werden.
Deployment des Windows-XP-Modus
Kleine bis mittelgroße Firmen haben oft keine Software Assurance (SA) abgeschlossen – deshalb kommt MED-V als Virtualisierungslösung nicht in Frage, wenn es um den Betrieb inkompatibler Anwendungen unter Windows 7 geht.


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