Automatische Updates für IE9 kommen nicht über WSUS

Microsoft stellt 2012 auf automatische Updates für den Internet Explorer um, so dass der Browser nach dem Vorbild von Google Chrome ohne Intervention des Benutzers im Hintergrund aktualisiert wird. Ein wesentliches Ziel dieser Maßnahme ist es, den Marktanteil des IE6 und IE7 zu reduzieren. Da Unternehmen häufig wegen der Kompatibilität mit alten Anwendungen auf eine frühere Version des Internet Explorer angewiesen sind, wird das ungefragte Update nicht über WSUS erfolgen.

Microsoft hat schon bisher neuere Versionen des IE über Windows Update ausgeliefert. Im Gegensatz zu kritischen Patches musste die Installation des Browser-Updates jedoch vom Benutzer initiiert werden.

Update ohne Nachfrage

Dies soll sich künftig ändern, so dass Anwender, die bei einer alten Version des IE geblieben sind, automatisch in den Genuss der neuesten IE-Ausführung kommen. Welche Version dabei installiert wird, hängt vom Betriebssystem ab. Unter XP ist es der IE8, unter Vista und Windows dagegen der IE9.

Die Umstellung auf automatische IE-Updates wirkt sich vor allem auf den Consumer-Markt aus, aber auch auf kleinere Unternehmen, die kein zentrales Patch-Management mittels WSUS betreiben. Dieses bleibt nämlich von der stillschweigenden Browser-Aktualisierung ausgenommen.

Blocker-Tool für Firmen ohne WSUS

Um zu verhindern, dass Benutzer eigenmächtig eine neuere IE-Version installieren, hatte Microsoft bereits nach dem Erscheinen des IE9 das so genannte Blocker Toolkit veröffentlicht. Es steht Unternehmen, die ihre PCs direkt über Windows Update aktualisieren, weiterhin zur Verfügung, um den neuen geräuschlosen Aktualisierungsmodus zu unterbinden.

Falls es doch zu einem unerwünschten Update kommt, verweist Microsoft darauf, dass sich dieser Vorgang revidieren lässt und eine Rückkehr zu einer älteren IE-Version möglich ist. Wer die Installation des Internet Explorer 8 oder 9 über Windows Update bereits früher abgelehnt hat, wird vom neuen Automatismus ebenfalls verschont.

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