Backup Exec 2012: physikalische und virtuelle Server, Online-Backup
Symantec bringt die Version 2012 seiner Datensicherungslösung Backup Exec. Zu den Neuerungen zählen Backup und Wiederherstellung von physikalischen und virtuellen Maschinen aus einer Konsole, Datensicherung in der Cloud und ein verändertes Lizenzmodell.
Symantec unterstützte zwar das Backup von virtualisierten Servern schon seit längerer Zeit. Die Software betrachtet dabei VMs nicht einfach als Black Box, sondern kann den Inhalt von Gastsystemen einsehen und von dort beispielsweise Daten selektiv sichern. Dieses Feature läuft unter der Marketing-Bezeichnung V-Ray.
Eine Konsole für VMware, Hyper-V und physikalische Systeme
Backup Exec 2012 führt nun die Datensicherung von VMs unter VMware und Hyper-V mit dem Backup von physikalischen Systemen zusammen. Dies erlaubt das Sichern und Wiederherstellen (auch einzelner Dateien) auf einheitliche Weise aus einer Konsole heraus.
Die neue Admin-Oberfläche setzt eine Reihe von vorgegebenen Backup Policies um, die den Best Practices des Herstellers folgen. Dieses Feature soll vor allem kleineren Firmen entgegenkommen, die nur wenige IT-Spezialisten beschäftigen.
Kontinuierliches Backup in die Cloud
Dieses Kundensegment spricht Symantec zudem mit seinem Online-Backup an, das nun auch in Europa angeboten wird. Unter der Bezeichnung Backup Exec.Cloud sichert es kontinuierlich alle veränderten oder neuen Dateien von allen Rechnern, die damit geschützt werden. Im Gegensatz zur On-Premise-Software erlaubt es auch das Backup von Workstations.
Das Cloud-Feature sichert die Daten der Anwender in den Rechenzentren von Symantec und bietet dabei die üblichen Sicherheitsfunktionen wie den Transport über SSL und die verschlüsselte Speicherung. Der Hersteller wendet sich mit seinem Online-Backup auch an Systemhäuser, die eine konsolidierte Ansicht über die Backup-Aktivitäten aller ihrer Kunden erhalten. Dem Endanwender bietet Exec.Cloud die Möglichkeit, einzelne Dateien über eine Self-Service-Funktion wiederherzustellen.
Abrechnung pro Sockel
Mit Backup Exec 2012 ändert Symantec das Lizenzmodell für die Software, bei dem nicht mehr nach der Zahl der Server oder pro gesicherter Anwendung abgerechnet wird. Vielmehr ist die neue Lizenzierung nach Angaben des Herstellers nun Cloud-konform, indem durchgängig pro CPU-Sockel bezahlt werden muss. Die Preise beginnen für die V-Ray Edition bei 1695 Dollar pro CPU, die jedoch nicht mehr als 6 Kerne haben darf.
Neu hinzu kommt auch eine Small Business Edition, die alle Anwendungen und Rollen eines Windows-Servers abdeckt, Hyper-V inklusive. Sie kostet 995 Dollar pro Server und eignet sich laut Symantec besonders für das Backup der Windows Small Business Server.
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1 Kommentar
Cool, komplett neues Interface, komplett neues Lizenzmodell. Das scheint wohl gerade in Mode zu sein, siehe Microsoft System Center.
Bin ja mal gepsannt ob diese Änderungen ähnlich krasse Auswirkungen auf die Kosten haben werden wie beim System Center :(
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