Cisco und Appsense virtualisieren Desktops und User

Cisco möchte die User Virtualization Platform 8.0 von Appsense zusammen mit seinem Desktop-Virtualisierungspaket Virtualization Experience Infrastructure (VXI) anbieten. In Tests haben beiden Firmen überprüft, ob beide Lösungen "miteinander können". Der Vorteil besteht nach Angaben von Cisco und Appsense darin, dass Systemverwalter Nutzern von VXI deren persönliche Desktop-Umgebung auf Endgeräten aller Art verfügbar machen können.

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter arbeitet mit Windows 7. Dieser Desktop lässt sich von einem Data Center aus auf unterschiedlichen Endgeräten zur Verfügung stellen: im Büro auf einem PC oder einem Thin Client oder auf mobilen Rechnern wie Notebooks oder Tablet-Rechnern. Das ist an sich nichts Neues. Cisco reklamiert allerdings für sich, die gesamte Infrastruktur für diese Desktop-Virtualisierungsumgebung aus einer Hand anbieten zu können.

Basis: Unified Computing System

Der Schlüssel dazu ist Ciscos Unified Computing System (UCS). Es umfasst (virtualisierte) Switches, Blade-Server, WAN-Optimierungssysteme sowie Voice-over-IP- und Collaboration-Lösungen, Security-Komponenten und Load-Balancing-Systeme – ein komplexes Ganzes. Hinzu kommen bei Desktop-Virtualisierung die entsprechenden Programme wie etwa VMware View oder Citrix XenDesktop. Bei diesen Ansätzen wird ein Abbild eines Desktops eines Nutzers zentral auf Servern gespeichert und über das Netzwerk bereitgestellt.

User-Virtualisierung laut AppsenseAppsense wiederum abstrahiert Nutzereinstellungen, Rechte und User-Daten von der Betriebssystemebene. Nur diese Informationen werden zentral vorgehalten und lassen sich in unterschiedlichen Betriebssystemumgebungen bereitstellen, sei es lokal oder via Netzwerk per Streaming. Laut Datenblatt unterstützt die User Virtualization Platform derzeit alles Windows-Versionen ab XP, inklusive der Server Version 2008. Der User hat zudem die Möglichkeit, eigene Anwendungen zu installieren und sich über die Lösung bereitstellen zu lassen. Auch diese Applikationen kann der Systemverwalter managen beziehungsweise nötigenfalls sperren.

Standard-Image statt personalisierter Version

Der Vorteil des Ansatzes: Statt eine Vielzahl von benutzerspezifischen Desktop-Umgebungen muss ein Unternehmen nur noch einen Standard-Desktop vorhalten. Dieser verwandelt sich durch Kombination mit den entsprechenden Nutzerdaten in eine benutzerspezifische Arbeitsumgebung.

Allerdings hat Appsense keine Ambitionen, Windows-Umgebungen auf Plattformen wie Smartphones bereitzustellen. Das schränkt die Wahl der Endgeräte auf PCs, Thin Clients und mobile Rechner wie Notebooks und Tablets ein.

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