MDOP: UE-V, DaRT 8 und MBAM 2.0 rein, MED-V raus

Microsoft bereitet sein Desktop Optimization Pack (MDOP) auf Windows 8 vor und räumt aus diesem Anlass die Tools-Sammlung auf. Updates stehen für die Bitlocker-Management-Software MBAM, das Diagnostics and Recovery Toolset (DaRT) und das Advanced Group Policy Management (AGPM) an. Neu hinzu kommt UE-V, während MED-V und AIS nicht mehr weitergeführt werden.

Zu den Ankündigungen aktualisierter MDOP-Komponenten gehört  Microsoft BitLocker Administration and Monitoring (MBAM) 2.0. Die Software ist in der Version 1.0 erst seit relativ kurzer Zeit Teil des Pakets und dient der zentralen Verwaltung von Laufwerken, die mit Bitlocker verschlüsselt wurden.

Neue Funktionen in MBAM 2.0

Neu in der Version 2.0 sind die Unterstützung für Used Disk Space Only Encryption, bei der nur die Bereiche eines Laufwerks verschlüsselt werden, die mit Daten belegt sind, so dass sich dieser Vorgang beschleunigt. Ein ebenfalls hinzukommendes Self-Service-Portal soll Benutzer in die Lage versetzen, verschlüsselte Laufwerke in Eigenregie wiederherzustellen, wenn sie ihre PIN vergessen haben. Damit entfällt der Anruf beim Helpdesk. Die PIN dient auf PCs, die nicht über ein TPM 1.2 oder höher verfügen, als Alternative zu Startup Keys auf USB-Sticks.

MBAM 2.0 kann zudem die Verschlüsselung von Laufwerken zentral erzwingen und bietet eine Integration mit dem Configuration Manager, so dass etwa Reports von innerhalb der SCCM-Konsole abgerufen werden können.

DaRT 8 mit Support für UEFI

Das im April angekündigte DaRT 8 nähert sich seiner Fertigstellung und liegt nun als Release Candidate vor. Als wesentliche Neuerungen der Troubleshooting-Software gelten die Unterstützung für UEFI-Boot und GPT-partitionierte Laufwerke sowie die Funktion, startfähige Datenträger zu erstellen.

Für Advanced Group Policy Management (SGPM) 4.0 kündigte Microsoft das Service Pack 1 an, dessen hauptsächlicher Zweck in der Kompatibilität mit Windows 8 besteht. Das AGPM erlaubt die Nachverfolgung von GPO-Änderungen und unterstützt die Offline-Bearbeitung von Gruppenrichtlinien.

Beta 2 von UE-V

Der erst im April vorgestellte Neuzugang UE-V erscheint demnächst als Beta 2. Die Software mit dem etwas hochgegriffenen Namen User Experience Virtualization dient dem Roaming von Benutzereinstellungen zwischen mehreren Windows-PCs. Im Vergleich zur ersten Betaversion kommen die Synchronisierung von Systemeinstellungen zwischen Windows 7 und 8, zwischen Internet Explorer 8, 9 und 10 sowie das Roaming zusätzlicher Konfigurationsoptionen hinzu, darunter jener für das Startmenü und die Taskleiste.

Keine Weiterentwicklung von MED-V

Nach der Ankündigung, dass der zum MDOP gehörende Asset Inventory Service (AIS) eingestellt wird, schlägt nun auch für MED-V die Stunde. Das Tool erweitert den Virtual PC um zentrale Management-Funktionen und dient vor allem dazu, Legacy-Anwendungen in einer lokalen virtuellen XP-Maschine auszuführen, wenn sie unter Windows 7 partout nicht laufen.

Microsoft will das Tool nicht mehr weiterentwickeln und begründet dies damit, dass bei einem Update von Windows 7 auf 8 eine solche Lösung aufgrund der guten Kompatibilität der beiden System nicht erforderlich sei. In der Praxis dürften aber ohnehin nur wenige Unternehmen diesen relativ aufwändigen Ansatz gewählt haben, um Altanwendungen unter Windows 7 weiter zu betreiben.

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