MobileIron: Mobile Device Management für Apples Mountain Lion

Über mangelnde Nachfrage nach Version 10.8 von Mac OS alias "Mountain Lion" kann sich Apple nicht beklagen: Nach Angaben des Unternehmens wurde die neue Version des Betriebssystem in den ersten vier Tagen nach seiner Veröffentlichung mehr als 3 Millionen Mal aus dem App-Store heruntergeladen. Apple bietet die Software dort für 16 Euro an.

Auch wenn sich Apple-Systeme wie MacBooks vor allem in Nordamerika großer Beliebtheit erfreuen, stellt sich auch hier zu Lande für IT-Verwalter die Frage, wie sie solche mobilen Geräte in ein Systemmanagement (Mobile Device Management) einbinden. Das gilt in noch stärkerem Maße für iPhones und Tablet-Rechner wie das iPad. Eine Option ist der Einsatz einer Mobile-Device-Management-Software wie der von MobileIron.

Passwort-Regeln zentral festlegen

Mit der aktuellen Ausgabe der MDM-Lösung der US-Firma können IT-Manager das gesamte Raubtier-Gehege von Apple an die Leine nehmen, sprich Rechner unter Mac OS X "Snow Leopard", "Lion" und nun auch "Mountain Lion".

So kann der Administrator zentral für alle Mac-Systeme vorgeben, dass sichere Passwörter eingesetzt werden und dass diese in bestimmten Zeiträumen gewechselt werden müssen. Zudem lassen sich mit MobileIron "remote" die Konfigurations- und Sicherheitseinstellungen für den WLAN-Zugang und von VPNs (virtuellen privaten Netzen) verwalten. Mobile Iron mit Support für Mac OS 10.8

Böse Apps und Geräte abblocken

Um zu verhindern, dass Apps aus dubiosen Quellen auf einem Endgerät landen und sich Hacker darüber Zugang zum Firmennetz verschaffen, kann der Admin Zertifikate einsetzen. Sie identifizieren gewissermaßen die "Guten", also zugelassene User, Apps und Systeme. Weitere Funktionen, die MobileIron bietet:

  • das Fernkonfigurieren der E-Mail-Einstellungen - ein besonders heikles Thema, weil viele User gerne daran herumspielen und anschließend den Support nerven, wenn sie keinen Zugang zu ihren Nachrichten mehr haben,
  • das Fernlöschen und -blockieren von Geräten, die verloren gingen oder gestohlen wurden, sowie
  • das Löschen von firmeneigenen Daten und Applikationen, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Beschäftigte private Endgeräte wie Notebooks – oder auch Smartphones – für betriebliche Zwecke einsetzen dürfen, Stichwort "Bring Your Own Device".

Viele Betriebssysteme unterstützt

Zwar nutzt MobileIron den aktuellen "Hype" um Mac OS 10.8, um speziell auf das Mobile-Device-Management von MacOS- und iOS-Systemen hinzuweisen. Allerdings unterstützt die Software eine breite Palette von Mobil-Betriebssystemen, darunter gängige wie Android und Windows Phone, aber auch solche, die sich bei anderen MDM-Paketen nicht oder nicht mehr finden. Dazu zählen Symbian (Nokia) und WebOS (ehemals Palm, dann HP).

Auch Blackberry-Smartphones lassen sich mit MobileIron verwalten. Das ist deshalb bemerkenswert, weil etliche Mitbewerber von MobileIron darauf verzichten. Die Begründung: Research in Motion biete eine eigene und durchaus leistungsstarke Lösung für die Verwaltung von Blackberry-Geräten an.

Das stimmt; allerdings bedeutet dies, dass die IT-Abteilung dann häufig zwei Software-Pakete für die Verwaltung von mobilen Endgeräten einsetzen muss: eine für Blackberry-Geräte und eine für den "Rest der Welt" – ein aufwändiger Ansatz. Mit MobileIron lassen sich dagegen alle mobilen Systeme über eine zentrale Konsole administrieren.

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