NComputing bringt Thin-Client-Software für PCs

NComputing ist ein Thin-Client-Hersteller, der neben den Endgeräten auch die Software zur Einrichtung einer leichtgewichtigen Lösung zur Desktop-Virtualisierung anbietet. Er veröffentlichte nun unter der Bezeichnung vSpace Client für Windows eine Software für Windows-PCs, mit der sich diese als Thin Clients betreiben lassen. Damit kann man nicht nur ältere und leistungsschwache Rechner weiterverwenden, gedacht ist die neue Client-Komponente beispielsweise auch für die Verwendung auf privaten Geräten von Mitarbeitern, etwa in einem Home-Office.

NComputing lässt sich unter den Thin-Client-Anbietern am ehesten mit Pano Logic vergleichen, das neben seinem Zero Client eine komplette Software-Infrastruktur für virtuelle Desktops bereitstellt. Während Pano dafür auf dem Server wie üblich einen Hypervisor benötigt, um in den VMs eine Client-Variante von Windows auszuführen, verfolgt NComputing einen Ansatz, welcher der Container-Technik von Parallels oder Solaris gleicht. Damit lässt sich eine Instanz von Windows Server von mehreren Anwendern parallel nutzen, wobei dieses Modell eine stärkere Isolierung zwischen den Sessions erreicht als der Terminal-Server.

Zentrale Desktops für kleinere Firmen

Wenn Pano Logic die Grenzen seiner leichtgewichtigen VDI-Software erreicht, kann es seine Management-Tools auf größere Systeme wie Citrix XenDesktop oder VMware View aufsatteln. NComputing hingegen versteht sich als Lösung für kleinere Unternehmen, die typischerweise die gesamte Installation auf einem Server betreiben.

Der Hersteller bietet als Endgeräte eine Palette relativ preiswerter Thin Clients an, die stromsparende ARM-Prozessoren enthalten. Der neue vSpace-Client erschließt nun die zentral gehosteten Desktops (die eigentlich Sessions auf einem Windows Server sind) für weitere Clients. Primär handelt es sich dabei um ältere PCs oder Notebooks, die sich nicht mehr für den Betrieb als Fat Client eigenen, da ihre Ressourcen nicht für Windows 7 ausreichen.

Neues Client-Modul für BYOC geeignet

Darüber hinaus positioniert NComputing die neue Software für verschiedene Modelle des Bring your own Computer (BYOC), so dass damit auch private Geräte von Mitarbeitern auf die zentralen Desktops zugreifen können. Dies setzt allerdings voraus, dass sie der Installation von Software durch die IT-Abteilung auf ihren eigenen Rechnern zustimmen. Der zunehmenden Heterogenität von Endgeräten im Consumer-Umfeld möchte der Hersteller durch die geplanten Clients für Apple iOS und Android begegnen.

vSpace für Windows kann kostenlos von der Website des Herstellers heruntergeladen und genutzt werden. Bezahlt wird über die Zugriffslizenzen auf den vSpace Server. Die Preise für eine 5er-Lizenz belaufen sich auf 380 Euro.

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