WAN-Optimierung: Silver Peaks VXOA 5.2 unterstützt auch KVM


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Silver Peak Systems hat Release 5.2 seiner Virtual Acceleration Open Architecture (VXOA) vorgestellt. Mithilfe von WAN-Optimierungssoftware auf Basis von VXOA Software können Unternehmen technische Hürden beim Aufbau und Einsatz von Public-Cloud-Computing-Umgebungen überwinden. Dazu zählen die ineffiziente Nutzung der zur Verfügung stehenden WAN-Bandbreite (Wide Area Network), die großen Distanzen zu Cloud-Rechenzentren und eine oft unzureichende Qualität bei der Übermittlung von Datenpaketen über WAN-Links.

Allerdings spielt WAN-Optimierung nicht nur bei Cloud-Computing eine Rolle. Eine "bessere" Nutzung von Weitverkehrsstrecken ist auch für Unternehmen interessant, die beispielsweise in Außenstellen Anwendungen wie Voice over IP bereitstellen wollen oder den Mitarbeitern dort den Zugriff auf Unternehmensapplikationen im zentralen Rechenzentrum ermöglichen möchten.

WAN-Optimierung von Silver Peak Systems - unterstützte VirtualisierungsplattformenZu den wichtigsten Neuerungen bei der neuen VXOA-Version zählt, dass sie nun alle marktgängigen Hypervisors unterstützt, neben den "Platzhirschen" VMware vSphere, Microsoft Hyper-V und Citrix Xen auch KVM (Kernel-based Virtual Machine). KVM ist Bestandteil von Redhat Linux. Im Oktober 2008 sicherte sich der Linux-Spezialist durch die Übernahme der Firma Qumranet die Rechte an diesem Hypervisor.

WAN-Datenverkehr automatisch optimiert

Version 5.2 von VXOA bietet unter anderem eine automatisierte Optimierung des Datenverkehrs auf Basis von TCP und anderen Protokollen, außerdem Support für mehrere Hunderttausend parallele Connections bei WAN-Bandbreiten von bis zu 10 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Diese Datenrate gilt für die leistungsstärkste physische Appliance. Die Virtual Appliances von Silver Peaks sind je nach Version für WAN-Verbindungen zwischen 4 MBit/s und 1 GBit/s ausgelegt.

Damit sich Virtual Machines (VM) innerhalb eines Rechenzentrums verschieben lassen, Stichwort VM Mobility, sind laut Silver Peak Netzwerke mit größerer Bandbreite erforderlich, außerdem der Einsatz von Tunneling-Protokollen, die nicht auf TCP basieren, wie etwa OTV (Overlay Transport Virtualization), VXLAN (Virtual eXtensible Local Area Network) und NVGRE (Network Virtualization using Generic Routing Encapsulation).

Neue Funktionen von Silver Peak VXOA 5.2

VXOA ist eine softwarebasierte WAN-Optimierungslösung. Die Software optimiert angeblich alle Arten von IP-Datenverkehr. Silver Peak Systems hat in VXOA 5.2 unter anderem folgende neue Funktionen integriert:

  • Automatische Optimierung von Tunneling-Protokollen: Viele Anwendungen im Bereich VM Mobility nutzen Tunneling-Protokolle, die auf IP aufsetzen. Dazu zählen OTV von Cisco Systems, das UDP-based Data Transfer Protocol (UDT), das beispielsweise bei EMC VPLEX zum Einsatz kommt, VXLAN von VMware und Cisco sowie NVGRE von Microsoft. VXOA 5.2 optimiert automatisch ("out of the box") Datentransfers, die diese Protokolle verwenden. VXOA erkennt selbstständig die jeweiligen Anwendungen, baut die entsprechenden Tunnel auf und optimiert den Datentransfer, der über die Weitverkehrsleitungen läuft.
  • Unterstützung von Highspeed-Links mit bis zu 10 GBit/s: Die physische Appliance Silver Peak NX-10K unterstützt bis zu 512.000 parallele Flows in WAN-Netzen mit einer Bandbreite von 10 GBit/s. Die Silver Peak VRX Virtual Appliance kommt auf parallele 256.000 Flows. Allerdings sind diese Datenraten nur für Großunternehmen relevant.
  • Neben VMware und Hyper-V nun auch Support von Citrix XenServer und KVM-Hypervisor. Das ist wichtig, weil viele Public-Cloud-Angebote auf XenServer und KVM aufsetzen.

Kostenlose Version einer Virtual WAN Appliance

Wer die WAN-Optimierungslösung von Silver Peak ausprobieren möchte, kann eine kostenlose Version der virtualisierten VX-X-Appliance herunterladen (über diesen Link). Die Appliance unterstützt WAN-Links mit 4 MBit/s und 8.000 parallele Verbindungen. Festplatte und Netzwerkverbindungen werden mithilfe von AES (128 Bit) verschlüsselt.

Als Hardware-Plattform ist ein System mit zwei loigschen 64-Bit-x86-CPUs, mindestens 2 GByte RAM und 100 GByte Festplattenplatz erforderlich. Außerdem werden zwei physische 1-GBit/s-Netzwerk-Interfaces benötigt.

Im Datenblatt ist angegeben, dass als Hypervisor VMware vSphere erforderlich sind. Andere Hypervisors wie Hyper-V oder Xen sind nicht aufgeführt. Ein Manko der kostenlosen WAN-Appliance: Support steht nur über die Anwender-Community zur Verfügung. Wer professionelle Unterstützung durch den Hersteller haben möchte, muss diesen gegen Bezahlung ordern.

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