Wyse erweitert Mobile Device Management durch Kauf von Trellia

Mobile Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks "fluten" derzeit geradezu die Unternehmensnetze. Unterstützt wird dies durch Trends wie "Bring your own Device", also den Einsatz privater Mobilsysteme in Unternehmen. Laut der Marktforschungsgesellschaft Gartner wurden 2011 weltweit mehr Smartphones verkauft, sprich rund 462 Millionen, als PCs (364 Millionen). Viele dieser Geräte werden auch für geschäftliche Zwecke genutzt, ob das IT-Manager wollen oder nicht.

Das heißt, die IT-Administratoren müssen den Stier bei den Hörnern packen und die mobilen Geräte in das Systemmanagement integrieren. Durch die Übernahme des kanadischen Mobile-Device-Management-Spezialisten Trellia will Wyse Technology das ermöglichen. Trellia hat ein Cloud-basiertes Management-Portfolio für "Endpoints" entwickelt. Im Klartext: Die Management-Software von Trellia für iPhones und iPads (iOS), Blackberry-Geräte und Android-Mobilsysteme wird über eine Cloud bereitgestellt, über die der Nutzer via Web-Interface zugreift.

Zwei Module

Derzeit bietet Trellia zwei Module an: eines für das Mobile Device Management (MDM) und eines für "Wireless Cost Control". Die MDM-Komponente erlaubt es, die mobilen Systeme zu erfassen und über die Luftschnittstelle remote zu verwalten. Dies gilt für Konfigurationseinstellungen, Updates und die Vergabe von Zugriffsrechten für den Zugang zum Corporate Network sowie weitere Sicherheitsfunktionen.

Trellia Mobile Device Management: StrukturMit dem Modul für Kostenkontrolle lassen sich Vorgaben für das Verbindungs-Roaming machen. Zudem ist es möglich, via GPS den Standort von mobilen Geräten zu orten, eine Funktion, die das Aufspüren von gestohlenen oder verlorengegangenen Systemen erleichtern soll (auch wenn Profidiebe als Erstes die SIM-Karte eines geklauten Hochpreis-Smartphones entfernen und damit die Ortung verhindern).

Nutzen für Wyse

Die MDM-Lösung von Trellia ergänzt PocketCloud von Wyse. Mit dieser App können User von mobilen Systemen aus auf ihren PC, Cloud-Dienste, Terminal-Services oder Vmware View zugreifen. Administratoren haben dadurch die Möglichkeit, User (Accounts) und Inhalte auf mobilen Endgeräten zu managen.

Wyse PocketCloud greift laut Hersteller auf jede physische oder virtualisierte Infrastruktur zu, die Microsoft RDP unterstützt. Zusätzlich ist PocketCloud für Vmware View zertifiziert und unterstützt den Vmware View Connection Broker im direktem und getunneltem Modus.

Durch die Kombination mit der Software von Trellia wird PocketCloud nun zu einer "echten" Device-Management-Lösung, wie sie auch andere Hersteller anbieten, darunter MobileIron, Symantec, Good Technology, aber auch HP und Microsoft.

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