chm-Hilfedateien von heruntergeladenen Programmen zulassen

Wenn man eine Software aus dem Internet herunterlädt, die eine Hilfedatei im .chm-Format mitbringt, dann führt das Drücken der F1-Taste in der Regel zu einer Fehlermeldung. Der für das Rendering der .chm-Dateien zuständige Internet Explorer meldet in diesem Fall lapidar "Die Navigation zu der Webseite wurde abgebrochen".

Der Internet Explorer verweigert ohne weitere Erklärung die Darstellung von .chm-Dateien, die aus dem Internet stammen.Der Hintergrund für dieses Problem ist, dass Microsoft das Hilfeformat für Windows mehrfach geändert hat und die alten Versionen in Windows 7 entweder gar nicht mehr unterstützt (.hlp) oder ihre Nutzung aus Sicherheitsgründen eingeschränkt hat (.chm). Während man das alte Winhelp-System nachrüsten kann, muss man bei .chm-Hilfedateien sehen, wie man die Sperre aufhebt.

Registry-Einträge nur für das Öffnen von Netzlaufwerken nötig

Die meisten Tipps im Web empfehlen als Maßnahme gegen die Blockierung von .chm-Dateien, die dafür verantwortliche Beschränkung durch das Hinzufügen von 2 Registry-Schlüsseln aufzuheben. Dieses von Microsoft beschriebene Vorgehen bezieht sich bereits auf den für XP eingeführten Hotfix KB896358.

Grundsätzlich funktioniert diese selektive Freigabe von einzelnen .chm-Dateien mit dem Schlüssel UrlAllowList immer noch. Um sich die Fummelei in der Registierdatenbank zu ersparen, kann man das kostenlose HHReg einsetzen, mit dem man ausgesuchte Hilfedateien oder Verzeichnisse in die Liste der Ausnahmen hinzufügen kann. Der Einsatz des Tools kann nötig werden, wenn man eine Hilfedatei von einem Netzlaufwerk öffnen möchte und die Sicherheitsvorgaben in Windows dies verhindern.

Unter Windows 7 kann man gesperrte .chm-Hilfedateien im Eigenschaftsdialog freischalten.Unter Windows 7 muss man aber kein Tool einsetzen, wenn man .chm-Dateien freischalten möchte, die man zuvor vom Internet heruntergeladen hat. In diesem Fall reicht es, wenn man im Explorer die Eigenschaften der .chm-Datei öffnet und im folgenden Dialog unter Sicherheit den Button Zulassen betätigt.

Diese Aktion ist übrigens kein alternativer Weg, um den Schlüssel UrlAllowList einzufügen, die Registry wird dabei nicht verändert.

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