Leistungsüberwachung (perfmon): "Der RPC-Server ist nicht verfügbar"
Wenn man für das Monitoring eines entfernten Windows-Servers die Leistungsüberwachung nutzen will, dann kann der Verbindungsaufbau mit der Fehlermeldung "Der RPC-Server ist nicht verfügbar" abbrechen. Diese Meldung ist meistens irreführend, weil in der Regel der RPC-Dienst am Zielrechner gestartet wurde und sehr wohl verfügbar ist. Das Problem ist dann auf die Einstellungen der Firewall zurückzuführen.

Im ersten Schritt ist es sinnvoll, die Fehlermeldung beim Wort zu nehmen und zu prüfen, ob der RPC-Server läuft. Dies kann man mit dem Befehl
sc \\ServerName query RpcSs
feststellen. Ist er aktiv, dann gilt es, die Einstellungen für die Firewall zu untersuchen und bei Bedarf zu ändern. Bei perfmon.exe kommt es darauf daran, dass die Regeln, die zur Gruppe "Leistungsprotokolle und -warnungen" zusammengefasst sind, aktiviert werden. Um zu sehen, ob dies der Fall ist, gibt man
netsh advfirewall firewall show rule name="Leistungsprotokolle und -warnungen (DCOM eingehend)"
ein. Falls die Firewall für diese Form des Zugriffs erst geöffnet werden muss, tut man das mit dem Befehl
netsh advfirewall firewall set rule group="Leistungsprotokolle und -warnungen" new enable=yes
Die Fehlermeldung bezüglich des angeblich nicht verfügbaren RPC-Servers tritt auch bei anderen Formen der Remote-Verwaltung auf, wobei dann zu prüfen ist, welche Gruppe von Firewall-Regeln freigeschaltet werden müssen. Generell gilt dabei, dass die in englischsprachigen Anleitungen benutzten Bezeichnungen für das deutschsprachige Windows nicht gelten und zu Fehlermeldungen führen. Die deutschen Namen müssen daher erst mit Hilfe von netsh.exe ermittelt werden.




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