Verzeichnislinks: symlinkd oder junction verwenden
Für Links auf Dateisystemebene bietet NTFS für Verzeichnisse
zwei auf den ersten Blick gleich aussehende Varianten an: symbolische
Links (symlinkd) oder
Verzeichnisverknüpfungen (junction).
Beide werden in einer Eingabeaufforderung mit dem Tool mklink.exe
erstellt – mit einem Unterschied: Verzeichnisverknüpfungen (junction) benötigen keine
Administratorrechte, das Erstellen eines symbolischen Links (symlinkd) dagegen schon. Es stellt
sich die Frage, was man konkret verwenden soll, etwa wenn man den Inhalt eines Verzeichnisses
wegen Überfüllung des Volumes auf einen anderen Datenträger auslagert und per Verzeichnislink
dafür sorgen will, dass sie über den alten Pfad erreichbar sind.
Mark Russinovich erklärt die Unterschiede zwischen beiden
Link-Arten in einem TechNet-Artikel:
Verzeichnisverknüpfungen gibt es schon länger, und der Unterschied zu
symbolischen Links liegt in deren Auflösung, wenn sich die Ziele auf
Remote-Maschinen befinden. Dies erfolgt bei symbolischen Links auf der
Client-Maschine, bei Verzeichnisverknüpfungen auf dem Server. Dazu macht er
aber die wichtige Anmerkung, dass nicht alle Anwendungen mit symbolischen Links
umgehen können.
Obwohl der Artikel bereits von 2007 ist, trifft dies auch heute
noch zu: So kann man bei VMware Workstation im Datei-Dialog für Festplatten-
oder DVD-Images keinen symbolischen Links folgen, deren Ziele auf einem anderen
Volume liegen – trägt man sie manuell in die entsprechende VMX-Datei ein,
funktionieren sie allerdings durchaus. Um Komplikationen zu vermeiden, sollte
man deshalb allgemein auf Verzeichnisverknüpfungen statt auf symbolische Verzeichnislinks
zurückgreifen.
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