VMware Player: Dateien über Shared Folders kopieren
Der einfachste Weg, Dateien mit einer virtuellen Maschine
unter VMware Workstation oder VMware Player auszutauschen, geht über das
Netzwerk. Manchmal steht dieser aber nicht zur Verfügung, etwa wenn die VM netzwerktechnisch isoliert betrieben
werden soll. Für den häufigen Fall, dass doch Dateien hinein- oder aus der VM
herauskopiert werden sollen, muss nicht deren Netzwerkkonfiguration geändert
werden – dafür gibt es Shared
Folders, sowohl in der VMware Workstation als auch im Player.
Shared Folders einschalten
Shared
Folders aktiviert man über die Einstellungen der jeweiligen VM unter dem
Reiter „Options“. Im
Gegensatz zu den meisten anderen Optionen und Einstellungen kann man sie auch
während einer laufenden VM ein- oder ausschalten. Ist die VM bereits aktiv,
steht auch die Variante zur Verfügung, Shared Folders nur bis zum nächsten Abschalten
zur Verfügung zu stellen – auf diese Weise reduziert man die Gefahr, sie zu
vergessen und versehentliche Löcher zu eigentlich isolierten VMs offen zu
lassen.
Shared Folders: So funktionieren sie
Shared Folders kann man auch für VMs verwenden, die gar nicht an irgendein Netzwerk angebunden sind, auch nicht an ein internes. Voraussetzung für den Client ist jeweils die Verfügbarkeit der VMware Tools. Diese enthalten einen Treiber, der Shared Folder in das Gast-Betriebssystem einbindet.
Das konkrete Verfahren ist dabei je nach Betriebssystem ein
wenig anders: Unter Windows etwa erscheint der Shared Folder als
Netzwerk-Freigabe, die man per UNC oder Laufwerksbuchstabe verwenden kann. Es
handelt sich allerdings um keine Freigabe des CIFS/SMB-Netzwerkes – dieses ist
ja nicht notwendigerweise vorhanden oder konfiguriert –, sondern VMware
verwendet einen eigenen Netzwerk-Typ namens „VMware Shared Folders“.
Unter Linux erscheinen die Shared Folders als
Dateisystem-Treiber, der per Kernel-Modul vmhgfs.ko geladen wird. Es gehört nicht zum Standard-Linux-Kernel, sondern wird erst durch die Installation der VMware Tools installiert, bei Bedarf vorher für den Kernel passend compiliert. Die Verzeichnisse
werden unter /mnt/hgfs
jeweils mit dem Dateisystemtyp vmhgfs
eingebunden.



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