Benutzerprofile löschen mit dem kostenlosen delprof2
In Benutzerprofilen kann sich über die Zeit eine Menge Daten ansammeln, so dass es sich durchaus lohnen kann, nicht mehr genutzte Profile zu löschen. Allerdings bestehen diese bekanntlich nicht nur aus dem Verzeichnisbaum unterhalb der Ordners %userprofile%, sondern auch aus dazugehörigen Einträgen in der Registrierdatenbank. Daher empfielt es sich nicht, bloß die Dateien unterhalb des Benutzerverzeichnisses zu löschen, sondern am besten ein Tool zu verwenden, das die Benutzerprofile sachgerecht entfernt.
Windows selbst bringt Bordmittel mit, um Benutzerprofile zu löschen. Es handelt sich dabei um den Dialog Benutzerprofile, der tief vergraben unter Systemsteuerung => System => Erweiterte Systemeinstellungen => Erweitert zu finden ist. Dort kann man Benutzerprofile über die grafische Oberfläche einzeln entfernen.
Inaktive Benutzerprofile automatisch löschen
Einfacher geht es mit dem Kommandozeilen-Tool delprof2, das die inaktiven Profile selbst ermitteln und in einem Rutsch entfernen kann. Der Autor Helge Klein versteht sein Programm als Weiterentwicklung von delprof aus dem Windows Server 2003 Resource Kit, das Microsoft nicht mehr aktualisiert hat, so dass es nicht mit Windows 7 und Server 2008 kompatibel ist. delprof2 dagegen kann Benutzerprofile v1 (also XP/Server 2003) und v2 (Vista, Windows Server 2008 sowie höher) löschen.
Bevor man sich darauf verlässt, dass delprof2 tatsächlich nur inaktive Profile löscht, kann man es mit dem Schalter /l (=list) aufrufen, der anzeigt, welche es entfernen würde. Man soll sich dabei nicht von der Frage einschüchtern lassen, ob man die inaktiven Profile löschen möchte: Das Programm verzichtet in diesem Modus wie versprochen auf konkrete Aktionen.
Zeitliche Eingrenzung von inaktiven Profilen
Wenn man bei der Auswahl der zu entfernenden Profile weitere Kriterien anlegen möchte, dann kann man mit dem Schalter /d bestimmen, wie lange ein Profil nicht genutzt worden sein sollte, um es zu löschen. Beispielsweise räumt
delprof2 /d:30
jene Benutzerprofile ab, auf die seit mehr als 30 Tagen nicht zugegriffen wurde.
Ein weiteres interessantes Feature von delprof2 besteht darin, dass es die Privilegien für Backup und Restore annehmen kann, um Profile zu löschen, für die der aktuelle Nutzer keine ausreichenden Rechte hat. Außerdem kann es im Gegensatz zum Dialog in der erweiterten Systemeigenschaften lokale Profile auch auf entfernten PCs löschen.
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3 Kommentare
Hallo,
toller Beitrag wie immer. Nun stellt sich mir die Frage: wie kann ich Delprof auf meiner 64bit Adminworkstation nutzten (win7 Prof. Sp1)?
Ich hatte vorher (auf 32 bit!) derartige Tools einfach immer auf einfach in \System32\ kopiert.
Ich habe schon gegoogled aber werde nicht schlau, das einfache kopieren nach system32 geht ja nicht mehr..
Ich habe dann das ganze nach %systemroot%\syswow64 kopiert und eben diese Umgebungsvariable freigegeben... Geht auch nicht?
...bestimmt eher ein Verständnisproblem als eines allgemeiner Natur (delprof2.exe ist zwar "nur" als i86 auf der Website umschrieben, aber sollte ja eigentlich schon gehen unter 64 bit oder==)
Für fachkundige Infos oder Links wäre ich dankbar!!!
Viele Grüße,
DK
hat sich geklärt, es klappt genau so wie von mir beschrieben:)
Hallo Daniel, der Autor von delprof2, Helge Klein, geht in seinem Blog-Posting nicht auf 64-Bit-Windows ein, erwähnt aber in einer Antwort auf einen Kommentar, dass es problemlos unter Windows x64 laufen sollte. Aber das Problem hat sich mittlerweile ja erledigt :-)
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