EasyBCD statt bcdedit: Boot-Menü mit kostenlosem GUI-Tool bearbeiten
Während man unter XP ein Boot-Menü nur für PCs benötigte, auf denen mehrere Betriebssysteme in eigenen Partitionen parallel vorhanden waren, erleichtert Windows 7 mit VHD Boot das Nebeneinander mehrerer Installationen. Daher tritt öfter der Fall ein, dass man die Boot-Einträge verändern muss. Gleichzeitig sind die Einträge für das Boot-Menü nicht mehr in der Textdatei boot.ini hinterlegt, sondern werden in einem binären Format gespeichert, so dass die Konfiguration ohne Tools nicht mehr klappt. Windows 7 bietet dafür nur das Kommandozeilen-Tool bcdedit, einfacher geht es mit dem grafischen EasyBCD.
Selbst die häufigsten und relativ einfachen Aufgaben wie das Hinzufügen oder Entfernen eines Eintrags im Boot-Menü sind mit bcdedit nicht ganz einfach. Es erfordert das Auslesen der vorhandenen Einträge und das Kopieren von GUIDs. Wesentlich simpler funktioniert dies mit dem grafischen EasyBCD, das beim Start die vorhandene Konfiguration des Boot-Menüs automatisch ausliest und das Entfernen eines Eintrags auf ein paar Mausklicks reduziert.
VHD Boot einrichten
Ähnliches gilt für das Hinzufügen eines weiteren Betriebssystems, für das nur das Laufwerk ausgewählt werden muss. Das Tool unterstützt auch das Booten von VHD ohne komplizierte Befehle, die Auswahl der virtuellen Festplatte über einen Dateidialog reicht.
Neben diesen Basisfunktionen bietet EasyBCD noch einige interessante Möglichkeiten, die über die Fähigkeiten von bcdedit hinausgehen. So ist das kostenlose GUI-Tool auf das Management von verschiedenen Betriebssystemen ausgelegt, während Windows-eigene Dienstprogramme in dieser Hinsicht immer eingeschränkt waren.
Unterstützung für Linux, BSD, Mac OS X
EasyBCD unterstützt als Systeme, die in das Bootmenü aufgenommen werden sollen, neben diversen Windows-Versionen auch Linux, BSD und sogar Mac OS X. Wenn Grub oder Lilo in die Partition von Linux oder BSD installiert wurde, dann kann das Tool den Bootloader erkennen und einbinden.
Neben der Manipulation des Bootmenüs bringt EasyBCD noch eine Reihe nützlicher Funktionen mit. Dazu zählt etwa der BIOS-Extender, mit denen man ältere Rechner dazu bewegen kann, per PXE vom Netz zu starten, auch wenn das vom BIOS nicht unterstützt wird. Hilfreich kann auch die Möglichkeit sein, sämtliche Bootloader-Konfigurationen in eine Datei zu sichern, von der man sie im Notfall wiederherstellen kann.
EasyBCD ist kostenlose Software, der Autor Mahmoud H. Al-Qudsi freut sich jedoch über Spenden für sein Programm. Es kann von der Site der Firma Noeware heruntergeladen werden.




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