M.U.S.T.: kostenlose GUI für das User State Migration Tool (USMT)

Das Windows AIK ist eine kostenlose Sammlung von Kommandozeilen-Tools, die Administratoren bei der Migration von Windows-PCs (auf neuere Versionen des Betriebssystems) unterstützt. Einige der Werkzeuge sind recht mächtig, so dass ihre Bedienung aufgrund der vielen möglichen Parameter und Schalter nicht ganz leicht fällt. Dazu zählen auch die Programme das User State Migration Tool. Das kostenlose M.U.S.T. versieht sie mit einer GUI und damit mit mehr Benutzerkomfort.

Der Bedarf nach GUIs für Microsofts WAIK ist nicht neu und beschränkt sich keineswegs auf die USMT. Derartige Frontends gibt es auch für ImageX (GImageX) oder DISM (GDism). Microsoft selbst bietet mit dem MDT 2010 eine grafische Oberfläche für das ganze WAIK, wobei dieses noch zusätzlich in der Lage ist, die Ausführung der Tools mit einer eigenen komplexen Logik zu hinterlegen.

Eigene Registerkarten für scanstate und loadstate

M.U.S.T. verbirgt scanstate und loadstate hinter den Funktionen Capture und RestoreIm Vergleich dazu ist der Anspruch von M.U.S.T. relativ bescheiden. Es versammelt die wichtigsten Optionen für die Hauptprogramme des WAIK, scanstate.exe und loadstate.exe, unter 2 Registerkarten auf einem grafischen Frontend. Die Namen der Tools tauchen dort erst gar nicht auf, vielmehr ist nur von ihren Funktionen Capture bzw. Restore die Rede.

Das optisch recht ansprechende Programm schirmt den Benutzer auch von den diversen Schaltern und Optionen der Kommandozeilen-Tools ab, indem es sich auf ihre Funktionen wie Archiv verschlüsseln, User-Auswahl oder Laufwerke bzw. Ordner ausschließen bezieht. Praktisch ist dabei, dass M.U.S.T. die zur Wahl stehenden Objekte aus dem System ausliest und als Listen präsentiert.

Bequeme Auswahl von Profilen und Dateitypen

M.U.S.T. liest alle registrierten Dateitypen aus, die anschließend aus der Migration ausgeschlossen werden können.Das gilt etwa für die auf dem Rechner vorhandenen Benutzerprofile, sowohl für lokale als auch solche aus der der Domäne. Für das Filtern von Dateitypen, die bei der Migration berücksichtigt oder ausgeschlossen werden sollen, präsentiert das Tool ebenfalls alle in Windows registierten Extensionen in einem Dialog, in dem sie sich mit einem Mausklick in die gewüschte Kategorie befördern lassen.

Auch wenn M.U.S.T. dem Benutzer die gängigsten Optionen zugänglich macht, ohne dass er mit dem Namen der USMT-Programme oder seinen Schaltern konfontiert wird, bleibt ein Rest an Optionen für die Befehlszeile, die das Tool dem User nicht ersparen will. Es handelt sich dabei um die Pfade zu den XML-Konfigurationsdateien und Schalter wie /c (bei Auftreten von Fehlern fortfahren) oder /v, mit denen sich die Stufen der Protokollierung festlegen lassen. Schließlich fehlen ein paar Optionen wie etwa /nocompress oder /efs ganz, wobei M.U.S.T. keine Möglichkeit bietet, diese über ein separates Feld manuell an die Programme weiterzugeben.

Hilfe für Aufruf der Programme, nicht bei der XML-Konfiguration

Insgesamt erhöht das kostenlose Tool den Benutzerkomfort für USMT, weil sich dadurch die Auseinandersetzung mit den vielen Schaltern erübrigt. Bequem ist zusätzlich, dass eine Download-Option die USMT-Werkzeuge bereits enthält, so dass man nicht gezwungen ist, das schwergewichtige WAIK herunterzuladen, nur um Profile umzuziehen. Nicht helfen kann M.U.S.T. dagegen bei der schwierigen Konfiguration der XML-Dateien, die den Migrationsprozess weitgehend bestimmen. Dafür existieren eigenen Tools wie der kommerzielle USMT XML Builder.

1 Kommentar

Bild von Herve
Herve (Besucher) sagt:

Your tool seems good, I'll be very happy to test it!

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