Ordner remote freigeben mit dem Server-Manager oder WMI

Windows-OrdnerUm Ordner im Netz freizugeben, bietet Windows sowohl eine GUI-Methode im Explorer als auch die Kommandozeilen-Option net share. Beide funktionieren jedoch nur lokal, so dass Admins oft über Remotedesktop eine Session auf einem anderen Rechner öffnen, um dort ein Verzeichnis freizugeben. Das ist allerdings nicht notwendig, weil sich diese Aufgabe auch remote erledigen lässt.

Die einfachste Methode besteht darin, Ordner mit Hilfe der Computerverwaltung remote freizugeben, weil diese auf den Client-Maschinen schon vorhanden ist und keine weitere Installation von Software erfordert. Nach dem Aufruf des Programms wählt man unter dem Menüpunkt Aktion die Option Verbindung mit anderem Computer herstellen und gibt dort den Namen des PCs ein.

Ordner mit Hilfe des Wizards freigeben

Ist die Verbindung hergestellt, dann wechselt man im linken Teil des Fensters zu System => Freigegebene Ordner => Freigaben. Anschließend führt man im Menü Aktion den Befehl Neue Freigabe aus und startet auf diese Weise einen Wizard, der Schritt für Schritt alle Optionen für das Anlegen von Shares präsentiert.

Die Computerverwaltung unterstützt das Freigeben eines Ordners mit einem Wizard.

Dazu zählt neben der Erteilung der Benutzerrechte für die Freigabe auch die Konfiguration für Offline-Dateien. Nach dem Durchlauf des Assistenten wird die Freigabe erstellt und sie taucht dann in der entsprechenden Liste im mittleren Teil des Fensters auf. Dort lässt sie sich über das Menü Aktion => Freigabe aufheben auch wieder entfernen.

Server Manager mit erweiterten Möglichkeiten

Hat man die RSAT installiert, dann kann man mit dem Server Manager von Client-PCs aus Ordner auf Windows-Servern freigeben. Im Gegensatz zur Computerverwaltung eignet sich dieser aber nicht, um Freigaben auf Windows 7 oder XP zu verwalten.

Der Server-Manager bietet ebenfalls einen Wizard zur Freigabe von Ordnern, der sich aus dem rechten Teil des Fensters starten lässt (Freigabe bereitstellen), wenn man zuvor im linken Abschnitt zu Rollen => Dateidienste => Freigabe- und Speicherverwaltung wechselt. Im Vergleich zur Computerverwaltung bietet der Server-Manager eine Reihe weiterer Optionen, mit denen er die zusätzlichen Features eines Servers abbildet.

Im Server Manager kann man für neue Shares gleich die NTFS- und Freigaberechte anpassen.

Dazu gehört, dass der Wizard nicht nur Freigaben über SMB unterstützt, sondern auch über NFS, falls die Dienste für das Network File System installiert sind. Hilfreich ist zudem, dass der Server Manager beim Anlegen von Shares die Konfiguration der NTFS- und Freigaberechte zulässt, so dass das schwierige Zusammenspiel der beiden Zugriffsregeln leichter in den Griff zu bekommen ist. Zu den Server-spezifischen Optionen gehört zudem, dass sich eine neue Freigabe gleich in einen DFS-Baum einhängen lässt.

Freigaben erstellen auf der Kommandozeile

Da sich net share nicht auf entfernte Rechner anwenden lässt und rmtshare.exe aus dem Windows Ressource Kit veraltet ist (aber unter Windows Server 2008 R2 noch funktionieren soll), bietet sich als Alternative die Nutzung von WMI an. Auf der Kommandozeile steht dafür wmic zur Verfügung. Um einen Ordner remote freizugeben, kann man das Programm ohne Argumente starten und dann folgende Anweisung eingeben:

/node:Computer-Name share call create "", "Beschreibung", "Max. Verbindungen", "Freigabename", "","Lokaler Pfad", 0

also beispielsweise:

/node:remotePC share call create "","Test",4,"win","","c:\test",0

Freigaben lassen sich mit wmic auch wieder beenden, und zwar durch den Befehl

share delete

In diesem Fall zeigt wmic Freigabe für Freigabe an und frägt nach, ob sie entfernt werden soll.

Der WMI-Aufruf lässt auch in Scripts ausführen, hier Beispiele für VBScript und Powershell.

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