Trends 2010: Migration auf Windows 7 kommt in Schwung
Nach dem Fehlschlag von Vista zeichnete sich 2010 deutlich ab, dass Windows 7 eine bessere Resonanz bei den Anwendern erhalten würde. Verantwortlich dafür war einerseits, dass Microsoft die ärgsten Defizite von Vista beseitigte. Das betraf vor allem die Kompatibilität mit alten Anwendungen und den Ressourcen-Verbrauch. Darüber hinaus setzt das absehbare Ende für den Support von XP die Unternehmen unter Zugzwang, so dass etwa die Gartner Group zu einem Umstieg auf Windows 7 bis 2012 rät.
Bereits 10 Prozent der Firmen-PC laufen unter Windows 7
Ein Jahr nach der Markteinführung von Windows 7 im Oktober 2009 meldete Microsoft weltweit 240 Millionen verkaufte Kopien des Betriebssystems. Laut Forrester Research liefen im 3. Quartal 2010 rund 10% aller Firmen-PCs in Nordamerika und Europa unter dieser Version von Windows. Damit hat Windows 7 schon nach kurzer Zeit den Anteil von Vista übertroffen.
Von der befragten Unternehmen gaben 46% an, in den kommenden 12 Monaten mit dem Umstieg auf das neue Betriebssystem beginnen zu wollen.
SP1 bringt 2011 weiteren Schub für die Windows-7-Migration
Traditionell warten viele Firmen das Erscheinen des Service Pack 1 ab, bevor sie ein neues Client-OS flächendeckend einsetzen. Dieses liegt derzeit in einer Betaversion vor und sollte mit dem Erscheinen im ersten Halbjahr 2011 die Migration beflügeln.
Zudem steht nach einigem Hin und Her von Microsoft jetzt endgültig fest, wie viel Zeit den Unternehmen bleibt, um sich von XP zu verabschieden. Nach der ursprünglichen Verlängerung des Supports für den Veteranen bis zum 8. April 2014 erweiterte Microsoft das Downgrade-Recht auf XP auf den gesamten Zeitraum, während dessen Windows 7 verkauft werden darf, also bis 2 Jahre nach dem Erscheinen von Windows 8. Unternehmen, die keine Volumenlizenzen von Windows 7 erwerben, können nun bis zur endgültigen Umstellung auf das neue Windows eine homogene XP-Umgebung betreiben.
Schwierige Bedingungen für Windows 8
Was den Nachfolger von Windows 7 angeht, hält sich Microsoft bisher bedeckt, sowohl was die Features als auch das geplante Erscheinungsdatum anlangt. Ein Grund dafür besteht sicher darin, die Migrationspläne von Firmen auf Windows 7 nicht zu stören. Wenn der Hersteller seine angekündigten Update-Intervalle von 3 Jahren einhält, dann sollte Windows 8 Ende 2012 erscheinen, also rund eineinhalb Jahre vor dem Ende des XP-Supports. Theoretisch bliebe also zumindest für kleinere und mittlere Firmen noch Zeit, Windows 7 zu überspringen und von XP direkt auf das neueste Windows zu wechseln.
Während Windows 7 der überfällige Ersatz für das technisch veraltete XP ist und daher für die meisten Anwender ein "natürliches" Update darstellt, sind die Aussichten von Windows 8 weniger günstig. Aufgrund des geringen zeitlichen Abstands zu seinem Vorgänger werden wenige Unternehmen bereit sein, nach der Migration auf Windows 7 ihre Clients erneut umzustellen.
Darüber hinaus erscheint Windows 8 in einer Phase rasanter Veränderungen des Desktops, die sowohl durch verschiedene Virtualisierungstechniken als auch durch die steigende Bedeutung des Web-Browsers als Client für Anwendungen verursacht werden. Nicht ohne Grund nannte Stave Ballmer die nächste Version von Windows die riskanteste Wette auf ein Produkte, die Microsoft eingehe.
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