AD-Integration für ESX(i), VMware-Lizenzen als Problem für neue Multicore-CPUs, Test für Windows 7 Enterprise verlängert

    Active Directory MMCEine kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen VMware und dem Active-Directory-Authentifizierungsspezialisten Likewise soll eine Lücke beim Betrieb von VMware ESX und ESXi im Windows-Netzwerk schließen. Likewise bietet eine Produktpalette, die dazu dient, Unix-, Linux- und Mac-Rechner ins Active Directory zu integrieren.

    Bis jetzt können VMware-Administratoren zwar die Active Directory-Infrastruktur über vCenter Server und vSphere Client verwenden, jedoch nicht für die Anmeldung am ESXi-Server verwenden. Am ESX-Server erfordert dieses Vorhaben den administrativen Aufwand, die entsprechenden PAM-Bibliotheken zu installieren und zu konfigurieren. Bei der Integration von ESX und ESXi geht es weniger darum, die direkte Anmeldung am Server zu favorisieren – das ist in der Tat dank vCenter Server und vSphere Client weniger oft nötig – sondern, um der IT-Compliance in Unternehmen zu genügen, das Logon per NIS oder lokal via /etc/passwd abschalten und die Rechner per Gruppenrichtlinien administrieren zu können.

    Die Multikern-Lizenzpolitik von VMware stellt in ihrer derzeitigen Ausprägung ein Problem für die neuen 8- und 12-Kern-CPUs von Intel und AMD dar, da vSphere Standard und Enterprise Edition nur für CPUs bis zu 6 Kernen unterstützen. Für CPUs mit mehr Kernen (bis zu 12) ist vSphere Advanced oder Enterprise Plus pro Prozessor erforderlich. Während der Sprung bei den Enterprise-Versionen nicht so erheblich ist (US$ 3495 gegenüber US$ 2875, Faktor 1.2), liegt zwischen Standard und Advanced eine Steigerung auf das 2.8fache: US$ 2245 statt US$ 795. Nur vSphere Enterprise Plus erlaubt übrigens unbegrenzt RAM auf dem physischen Server, alle anderen Versionen beschränken ihn auf 256 GB – ebenfalls ein begrenzender Faktor bei der Konsolidierung.

    Microsoft ist weiterhin bestrebt, seinen Kunden Software Assurance (SA) schmackhaft zu machen. Wie Stephen Rose auf dem Windows Team Blog mitteilt, können Unternehmen „aufgrund der großen Nachfrage“ nun noch bis Ende Dezember 2010 Windows 7 Enterprise herunterladen und 90 Tage testen. Am Test können sich Unternehmen zu folgenden Bedingungen beteiligen:

    • Das Betriebssystem muss innerhalb von 10 Tagen aktiviert werden.
    • Support gibt es nur per Windows-7-TechNet-Forum.
    • Nach dem Testzeitraum muss die Windows-7-Installation entfernt werden. Nach dem Ablauf der 90 Tage fährt das System einmal pro Stunde herunter.
    • Die Testmaschinen müssen auch bei Lizensierung von Windows 7 Enterprise neu installiert werden; ein Weiterbetrieb der Testversion mit neuem Produktschlüssel als Vollversion ist nicht möglich.

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