Anleitung: Fernwartung von Windows 7 mit Remoteunterstützung


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    Remote Support ThumbnailMit Hilfe der Windows-Remoteunterstützung können Benutzer mittels einer Einladung Zugriff auf ihren Desktop erbitten, wahlweise auch Kontrolle darüber. Eine Chat-Funktion ist ebenfalls eingebaut, um das Geschehen zu kommentieren oder Anleitungen durchzugeben. Die Remote­unter­stützung ist primär dazu gedacht, Hilfe zu leisten, kann jedoch auch zu anderen Zwecken verwendet werden, etwa um einem Kunden ad hoc Demo-Zugriff auf eine zu evaluierende Software zu gestatten.

    Als Protokoll wird das Remote Desktop Protocol (RDP) eingesetzt. Von einer normalen Remote Desktop Connection (RDC) unterscheidet sich die Remoteunterstützung vor allem durch die Authentifizierung, die nicht benutzer- sondern einladungsbasiert ist. Auch bleibt im Gegensatz zu RDC die lokale Sitzung erhalten, während remote darauf zugegriffen wird, das heißt die Benutzer an beiden Enden der Verbindung haben Zugriff auf den gleichen Desktop.

    Einladung erstellen

    Einladungen können per Datei oder – wenn anders als in diesem Netz weitere Windows-7-Rechner vorhanden sind – per Easy Connect vergeben werdenZur Einladung führen mehrere Wege, etwa als weitere Support-Option aus der Windows-Hilfe heraus, aus dem Startmenü unter "Programme, Wartung" oder indem man direkt aus dem "Ausführen"-Dialog msra.exe aufruft. Die Einladungsdatei kann man auf einem Datenträger ablegen oder per Mail versenden, zusätzlich steht die Option "Easy Connect" zur Verfügung, wenn sich andere Windows 7-Rechner im gleichen Subnetz befinden.

    Easy Connect hat den Vorteil, dass der Helfer jeweils pro Sitzung gespeichert wird und man beim nächsten Mal die Anfrage gezielt an einen der bisherigen Helfer stellen kann. Das Erstellen einer Einladung schaltet automatisch die entsprechenden Ports der Windows-Firewall frei. Bei Fremdprodukten oder zwischengeschalteten anderen Firewalls muss gegebenenfalls Port 3389 geöffnet werden.

    Als Helfender muss man einen Rechner mit mindestens Windows XP betreiben. Will man von der Console eines Windows-Servers aus eine Einladung annehmen, muss man die Remoteunterstützung dazu zunächst als Feature installieren, standardmäßig ist sie nicht dabei.

    Die Berechtigungen der Teilnehmer

    Die Berechtigungen beider Teilnehmer bei der Windows-Remoteunterstützung sind starr festgelegt und nicht änderbar: Der Eingeladene muss im Besitz der Einladung selbst und des zugehörigen Passwortes sein. Ob er die Sitzung tatsächlich aufbauen kann, hängt von einer weiteren Zustimmung des Einladenden ab, die dieser interaktiv geben muss – eine Anmeldung in dessen Abwesenheit ist also auch bei Besitz aller sonstigen Zugangsberechtigungen nicht möglich.

    Auch die Kontrolle über den Desktop muss der Eingeladene erbitten, der Einladende kann dies jeweils gestatten oder verwehren, genau wie er die Sitzung jederzeit unterbrechen oder abbrechen kann. Einladungen sind im Allgemeinen mit einer Verfallsfrist versehen, die Voreinstellung beträgt hier 6 Stunden.

    Fernwartung

    Das Recht zur Fernsteuerung muss der Eingeladene extra anfragen und von Einladenden freischalten lassenZusätzlich zur Einladung benötigt der Eingeladene das Passwort für die Sitzung und die interaktive Erlaubnis des Einladenden, dann kann eine Sitzung starten. Dabei kann er zunächst nur sehen, was der Einladende auf seinem Desktop tut, und dies wahlweise per Chat kommentieren.

    Die Übernahme der Kontrolle ist eine weitere Berechtigungsstufe, die er extra anfragen muss. Der Einladende kann von seinem Client aus steuern, was der Eingeladene darf und kann etwa die Berechtigung zur Fernsteuerung zurücknehmen, die Sitzung aber offen lassen. Über "Anhalten" lässt sie sich auch temporär unterbrechen, etwa wenn zwischendurch eine vertrauliche Mail ankommt.

    Wird der Client geschlossen, ist die Sitzung beendet. Das gilt sowohl für den Client des Eingeladenen als auch für das Kontrollzentrum auf dem Desktop des Einladenden. Um sie wieder aufzunehmen, muss sie neu aufgebaut werden, mit Passwort und interaktiver Erlaubnis.

    4 Kommentare

    Bild von Constantin, Mikogo Desktop Sharing
    21. Juni 2010 - 17:33

    Hallo Andreas,

    eine weitere Alternative im Bereich Fernwartung ist das plattformunabhängige Desktop Sharing Tool Mikogo. Hiermit kannst du einerseits Webkonferenzen mit bis zu 10 Personen veranstalten, auf der anderen Seite eignet sich Mikogo auch ideal für den Remote Support (Fernwartung). Mikogo ist für PC und Mac verfügbar und ist für private und kommerzielle Nutzung kostenlos.
    Wenn du Interesse an Mikogo hast oder Fragen zu unsererm Tool, kannst du dich gerne an mich wenden!

    Bild von Andreas Kroschel
    21. Juni 2010 - 19:53

    Vielen Dank, ich schaue mir das Tool gerne an.

    Bild von Sebastian
    Sebastian sagt:
    6. Dezember 2011 - 14:21

    Hallo
    Ich habe über http://www.windowspower.de/Anleitung-zur-Remoteunterstützung_713.html versucht eine remote mit einem pc mit meinen zu verbinden. ich scheitere bei der Sache mit der Hilfe und support. Da ich einen Windows 7 pc habe finde ich remoteunterstützung nicht in hilfe und support. Würde mich über eine Antwort freuen.

    Bild von Rosengren
    Rosengren sagt:
    27. November 2017 - 14:57

    Ohne Port 3389 durch den Router zu dem Computer weiterzuleiten ist wohl kein Fernwartung möglich. Diese Weiterleitung scheint für Router speedport W 724V nicht zu funktionieren. Trotz die Weiterleitung konfiguriert zu haben kriege ich:

    mats@linux-ze70:~> nmap 93.238.46.241

    Starting Nmap 6.47 ( http://nmap.org ) at 2017-11-27 13:50 CET
    Nmap scan report for p5DEE2EF1.dip0.t-ipconnect.de (93.238.46.241)
    Host is up (0.018s latency).
    Not shown: 998 closed ports
    PORT STATE SERVICE
    53/tcp open domain
    80/tcp open http

    Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 0.22 seconds

    Nur die Ports 53 und 80 sind offen, SPEEDPORT weigert sich 3389 zu öffnen!

    Kann jemand da helfen? Ist es Zwecklos Fernwartung zu versuchen?