Druckertreiber für 32- und 64-Bit-Windows installieren und freigeben


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    Microsoft Update Catalog ThumbnailDie Migration von 32- auf 64-Bit-Windows wird in kaum einem Umfeld in einem Schritt vonstatten gehen, vielmehr ist für lange Zeit zu erwarten, dass beide Windows-Varianten nebeneinander existieren und vor allem bei den Clients noch 32 Bit vorherrschen. Für Druckertreiber, die nicht nur auf einem, sondern auf mehreren Geräten verwendet werden sollen, bedeutet das, dass sie in allen Varianten vorhanden sein müssen.

    Freigegebene Drucker auf Windows-Servern sollten die Möglichkeit bieten, sich verbindende Clients gleich mit den passenden und aktuellen Druckertreibern zu versorgen. Diese müssen zunächst eventuell heruntergeladen und installiert werden, auch für andere Plattformen als die, unter welcher der Server selbst läuft. Da Windows NT von Anfang an als Multiplattform-System konzipiert war, wird die Installation zusätzlicher Client-Treiber schon lange unterstützt.

    Treiber für alle Plattformen besorgen

    Zunächst benötigt man den Druckertreiber für alle Plattformen, und zwar in Form eines Verzeichnisses, in dem eine INF-Datei alle Hardware- und Installationsinformationen enthält. Hersteller-Treiber, die meist in Form einer EXE-Datei vorliegen, sind zwar für einmalige Installationen durch Endbenutzer bequemer zu handhaben, erfüllen aber diese Voraussetzung nicht. Um an das eigentliche Treiber-Verzeichnis mit der INF-Datei zu gelangen, gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

    Treiber entpacken

    Mittels eines Packers wie WinRAR oder 7zip kann man zunächst probieren, ob sich der Treiber entpacken lässt und das Ergebnis die gewünschte INF-Datei enthält. Weitere Varianten bestehen im Aufruf des Setup-Programmes mit dem Parameter „/x“, „/extract:‹Zielverzeichnis›“ oder auch erst einmal mit „/?“, um mögliche Parameter herauszubekommen.

    Temporäres Verzeichnis sichern

    Startet man das Setup-Programm ganz normal, lohnt es sich eventuell, das %TEMP%-Verzeichnis nach neu kreierten Unterverzeichnissen und diese dann nach dem gewünschten Treiber-Inhalt zu durchsuchen. Das Verzeichnis kann man kopieren und anschließend die Installation fortsetzen oder abbrechen.

    Microsoft Update Catalog verwenden

    Per Microsoft Update Catalog besorgt man sich die TreiberPer Microsoft Update Catalog kann man alle Treiber, die Windows per Windows Update während der Geräteinstallation online zur Verfügung stellt, für den Offline-Gebrauch herunterladen. Nach einer Suche nach den Herstellern oder konkreten Gerätenamen bekommt man alle hinterlegten Treiber aufgelistet, kann sie in den Korb legen und herunterladen.

    Die Downloads liegen hinterher so auf der Festplatte, dass pro Hersteller ein Verzeichnis existiert und jedes Treiberpaket selbst als CAB-Datei vorliegt. Extrahiert man diese, liegen sie in dem Format vor, wie sie für die Bereitstellung benötigt werden. Die Site funktioniert übrigens nur mit dem Internet Explorer und ohne Popup-Blocker.

    Treiber bereitstellen

    Der Druckertreiber selbst steht auf einem Datenträger zur VerfügungDas Verfahren der Treiberbereitstellung ist altbekannt: Auf der Registerkarte in den Druckereigenschaften, in der man die Freigabe des Druckers konfiguriert, befindet sich eine Schaltfläche zur Installation der zusätzlichen Treiber. Hier wählt man die Option, dass man einen Datenträger besitzt und gibt als Ziel das Verzeichnis mit den Druckertreibern für die entsprechende Architektur an.

    Probleme bei HP-Postscript-Druckern

    Manche Treiber verlangen zusätzliche Windows-Komponenten für die ZielarchitekturZuweilen gibt es hierbei Hürden zu überwinden und der Treiber fordert zusätzlich Windows-Quelldateien für die Architektur an, deren Treiber installiert wird. Die ist gerne bei Postscript-Treibern für HP-Drucker der Fall. Windows-Quellmedien helfen entgegen dem Anforderungstext hier nicht weiter, der Dialog ist noch ein Überbleibsel aus XP/2003-Zeiten. Statt dessen benötigt man eine administrative Freigabe, eine VHD oder den direkten Zugriff auf das entsprechende System und hier dessen Verzeichnis %SystemRoot%\System32\DriverStore\FileRepository\ntprint.inf_x86*. Dort liegt die gewünschte Datei ntprint.inf samt den anderen zugehörigen Dateien, und die Installation des Treibers kann abgeschlossen werden.

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