Energiesparmodus funktioniert nicht

    Findet man den Hardware-Fehler nicht sofort, kann man zumindest den für die betreffende Geräte problematischen Energiesparmodus vorläufig abschaltenEnergiesparmodus und Ruhezustand sind unter Windows 7 gut dazu geeignet, das System nur noch nach bestimmten Updates, Service-Pack-Installationen oder anderen Systemeingriffen jemals neu starten zu müssen. Wegen einer Arbeitspause hingegen – auch über Nacht – muss man es nicht mehr herunterfahren. Es „schlafen zu schicken“ genügt vollkommen und man hat es folglich bei Bedarf nach dem Aufwecken auch sehr viel schneller wieder zur Verfügung, als wenn man es erst komplett starten müsste.

    Defekter Energiesparmodus – Ursache und Wirkungen

    Falls der Energiesparmodus aufgrund irgendwelcher Fehler nicht funktioniert, ist das Ergebnis allerdings oft ungünstiger, als wenn man ihn erst gar nicht benutzt. Ursache sind oft Probleme mit Hardware, die zwar nicht ausgefallen ist, aber außerhalb ihrer normalen Parameter arbeitet, wie etwa bei defekter Kühlung. Auch Flüssigkeit in Tastatur oder Maus kann dafür sorgen, dass das Wechseln in den Energiesparmodus nicht klappt wie gewünscht, weil die Geräte trotz ansonsten normaler Funktion irreguläre elektrische Impulse senden.

    Solange dies den Wechsel in den Energiesparmodus komplett verhindert, ist es irritierend für den Benutzer und beschäftigt vermutlich den Helpdesk, ist aber an sich nicht weiter schlimm. Gravierender ist es, wenn der PC den Wechsel nicht komplett hinbekommt und anschließend nicht mehr geweckt werden kann: Dann hilft oft nur die Trennung vom Strom oder ein harter Reset, um ihn wieder zum Laufen zu bekommen.

    Da ein halb vollzogener Wechsel in den Energiesparmodus mit anschließender Abschaltung nicht dem geregelten Not-Herunterfahren per BSOD entspricht, hat das System oft nicht mehr die Möglichkeit, das Dateisystem in einem konsistenten Zustand zu hinterlassen – ein Festplatten-Check beim Start und eventuell verlorenen Daten sind die Folge.

    Problematische Geräte ausschließen oder Energiesparmodus abschalten

    Findet man den Hardware-Fehler nicht sofort, kann man zumindest den für die betreffende Geräte problematischen Energiesparmodus vorläufig abschaltenHat man einen konkreten Verdacht, etwa dass Tastatur, Maus oder Netzwerkkarte die Problemverursacher sind, kann man im Geräte-Manager in den Eigenschaften dieses Gerätes auf der Registerkarte Energieverwaltung die Option Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren deaktivieren und testen, ob der Wechsel in den Energiesparmodus sowie das Aufwecken nun funktionieren.

    Hilft das nicht, kann man als vorübergehende Maßnahme, bis der Hardware-Fehler gefunden ist, den Energiesparmodus deaktivieren. Dies besorgen die Gruppenrichtlinien Verschiedene Statusoptionen (S1-S3) beim Wechsel in den Energiesparmodus zulassen … unter Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → System → Energieverwaltung → Energiesparmodus­einstellungen sowohl in der Variante (Netzbetrieb) als auch (Akkubetrieb). Versieht man Gruppen problematischer PCs mit dieser Richtlinie, wechseln sie sich nicht mehr in den Energiesparmodus – weder alleine nach Energiesparplan, noch manuell per Startmenü oder Power-Schalter.

    1 Kommentar

    Bild von coriandreas
    coriandreas sagt:
    7. Dezember 2011 - 15:21

    Es ist doch unglaublich, dass Win7 trotz SP1 immer noch nicht reibungsfrei funzt. Es gilt wohl die Regel: Kauf nicht vor SP2 weiterhin. Ich habe, seitdem ich mein Notebook auf Höchstleistung eingestellt habe, keine Abstürze mehr mit meiner externen 2TB-Festplatte. Davor ging das System selbst im Leerlauf mal so in die Knie. Hoffe SP2 kommt bald. Für in sich geschlossene Systeme wie das iPad könnte auch Windows 8 RTM gut laufen. Nur zu Hause möchte ich halt alles anschliessen, was die PC-Welt zu bieten hat!