Internet Explorer: InPrivate-Filterung verwenden

    Im manuellen Modus kann der Benutzer aussuchen, welche Inhalte er blockieren möchteDer Internet Explorer bietet seit Version 8 zwei ähnlich klingenden Funktionen: InPrivate-Browsen und InPrivate-Filterung. Die erste ist ein Modus, bei dem der Browser keine Aufzeichnungen über den Verlauf der innerhalb des InPrivate-Fensters besuchten Webseiten anlegt. Praktisch jeder aktuelle Browser bietet eine Implementation dieses Modus an, bei dem „Ihr Partner später nicht nachvollziehen kann, welches Geschenk Sie ihm online gekauft haben“. IE-exklusiv ist die InPrivate-Filterung, eine eher unterverkaufte Funktion, die auch in der Fachpresse weitaus weniger beachtet wurde als das anonyme Browserfenster.

    So funktioniert InPrivate-Filterung

    Im manuellen Modus kann der Benutzer aussuchen, welche Inhalte er blockieren möchteInPrivate-Filterung soll die Privatsphäre des Benutzers schützen. Man kann sie über das unauffällige Symbol rechts neben der Zoom-Einstellung einschalten. Bei aktivierter InPrivate-Filterung sammelt der Browser nebenher Daten und zählt, wie oft Inhalte von Fremdanbietern auf besuchten Webseiten eingeblendet werden. Überschreitet dabei ein Anbieter einen bestimmten Wert, auf wieviel anderen Sites er Inhalte einblendet, wird er – je nach Modus – automatisch geblockt oder in eine Liste aufgenommen, über deren Elemente jeweils der Benutzer einzeln entscheiden kann, ob er sie zulassen oder blockieren will.

    Die Voreinstellung, auf wieviel Fremdseiten ein Anbieter dabei auftreten muss, ist 10; klickt der Benutzer nur auf das Symbol zur Aktivierung ohne weitere Option, ist der manuelle Modus aktiv. Er bewirkt außer der reinen Datensammlung noch gar nichts, das heißt man muss, einen gewissen Datenbestand vorausgesetzt, dann immer noch die automatische Blockade einschalten oder einzelne Elemente blockieren.

    InPrivate-Filterung automatisch einschalten

    Über einen Registry-Eintrag kann man InPrivate-Filterung bei jedem Start des Internet Explorer aktivieren. Es handelt sich dabei um eine Benutzereinstellung unter dem Schlüssel

    HKCU\Software\Microsoft\Internet Explorer\Safety\PrivacIE

    Hier bewirkt der DWORD-Wert StartMode mit dem Wert 1 den automatischen, mit dem Wert 2 den manuellen Modus. 0 schaltet InPrivate-Filterung bei Internet Explorer-Start aus.

    InPrivate-Filterung lässt sich nur per Registry automatisch einschaltenMicrosoft hat den automatischen Start nicht per GUI konfigurierbar gemacht hat, vermutlich aus praktischen Erwägungen: Immerhin ändert die Funktion die Darstellung von Webseiten, indem sie – vor allem im automatischen Modus – sukzessive immer mehr Inhalte von Webseiten entfernt: Ein prominentes Opfer etwa ist der „Gefällt mir“-Button von Facebook. Diese Entscheidung soll der Benutzer jeweils bewusst treffen, Automatismen würden hier für erhöhten Support-Bedarf sorgen.

    Will man als Administrator InPrivate-Filterung als Voreinstellung einschalten, geht dies nur mit obigem Registry-Eintrag über die Group Policy Preferences. Verbieten ist nachdrücklicher möglich und kann in den Gruppenrichtlinien unter „Windows-Komponenten/Internet Explorer/InPrivate“ wahlweise als Benutzer- oder Computer-Richtlinie realisiert werden.

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