Linux Integration Components für Hyper-V

    Ubuntu unter Hyper-VHyper-V unterstützt auch die seitens Microsoft als Profi-Versionen angesehenen Linux-Varianten Suse Enterprise Server 10 und 11 sowie Red Hat Enterprise Linux 5. Die zugehörigen Linux Integration Components für Hyper-V müssen, da später als der Server fertiggestellt, separat von Microsoft heruntergeladen werden. Man erhält eine selbst extrahierende EXE-Datei, welche die Linux Integration Components als DVD-Image im ISO enthält, nebst einer ausführlichen Anleitung als PDF für die unterstützten Betriebssysteme, wie die Software installiert oder aktualisiert wird und danach die synthetischen Netzwerkkarten und Festplatten-Controller in Betrieb genommen und konfiguriert werden.

    Funktionen der Linux Integration Components

    Wie für die Windows-Clientsysteme auch, bieten die Linux Integration Components Treiber und Services, um nativen Support für die mit dem^Hyper-V-Host kommunizierenden Netzwerkkarten und Festplatten-Controller zu ermöglichen statt dies über die Emulation generischer Hardware zu lösen. Außerdem enthalten sie

    • SMP-Support mit bis zu 4 virtuellen CPUs – ohne Integration Components wird lediglich eine unterstützt,
    • Zeitsynchronisation der zwischen Linux-VM und Hyper-V-Host,
    • integriertes Herunterfahren von Linux-VMs vom Hyper-V-Manager und SCVMM aus,
    • Heartbeat: Der Hyper-V Host kennt den Status (Stopped, Running, Saved, Suspended) einer Linux-VM,
    • Pluggable Time Source: konfigurierbare Zeitquelle für das Gastsystem

    Linux Integration Components: Das fehlt gegenüber Windows

    Gegenüber den Integration Components für Windows-Gäste lassen diejenigen für Linux allerdings auch Dinge vermissen. Das sind etwa

    Linux Integration Components für Ubuntu und Debian

    Auch auf von Microsoft offiziell nicht unterstützten Linux-Varianten lassen sich die Linux Integration Components prinzipiell verwenden. Die erforderlichen Module befinden sich seit der Version 2.6.32 im offiziellen Kernel, so dass sich etwa ein Ubuntu Server 10.10 ohne separaten Download inklusive Linux Integration Components einrichten lässt, wie Ben Armstrong hier beschreibt. Für Debian gibt es eine Anleitung auf dem Wiki der Distribution.

    Keine Kommentare