Application Compatibility Toolkit: Windows-7-Eignung von PCs prüfen

    ACM 5.5 splashDas frei erhältliche Microsoft Application Compatibility Toolkit (ACT) beinhaltet mit dem Application Compatibility Manager (ACM) ein Werkzeug, mit dem die Inventarisierung der im Netzwerk vorhandenen Hard- und Software besonders einfach wird, wenn das Ziel die Ad-Hoc-Kompatibilitätsprüfung für Windows 7 – oder auch ein anderes Betriebssystem wie Vista oder Server 2008 – ist. Wegen der zu erwartenden sehr großen Datenmengen in Datenbanken und Log-Dateien rät Microsoft für große Umgebungen, das Tool ca. im Verhältnis 1:10 einzusetzen, das heißt eine Maschine sollte jeweils als Referenzausstattung für zehn weitere dienen können. In einem TechNet-Walkthrough gibt es nützliche Tipps, wie man mit ACM innerhalb kürzester Zeit zu brauchbaren Ergebnissen kommt.

    Vorbereitungen

    Sie brauchen einen SQL-Server, auf dem Sie Datenbanken erstellen dürfen (etwas wie SQL Express 2005 genügt), eine von allen Clients schreibbare Netzwerkfreigabe für die Log-Dateien sowie natürlich ACT selbst. Für die erste Einrichtung müssen Sie ACM als Administrator starten, um die Einstellungen für die Datenbank und die Freigabe festlegen zu können. Für alle weiteren Schritte genügt ein normales Benutzerkonto.

    Daten sammeln

    Microsoft Compatibility Manager – Advanced SettingsIn der linken Fensterhälfte klicken Sie auf „Collect“, das Tool befindet sich dadurch im Datensammel-Modus. Unter dem Menüpunkt „File, New“ erstellen sie nun ein Datensammelpaket (Data-Collection Package – DCP) und geben ihm einen Namen. In zwei Punkten weichen Sie von den Voreinstellungen ab: Unter „Duration“ stellen Sie 10 Minuten ein, und unter „Advanced“ wählen Sie die Optionen „User Account Control Compatibility Evaluator“ und „Windows Compatibility Evaluators“ ab: Es soll nur ein Inventar erstellt, aber keine Software bei der Ausführung beobachtet werden – eine Funktion, die ACM ebenfalls zur Verfügung stellt.

    Speichern Sie die DCP als MSI-Paket und verteilen es an die Clients, etwa per GPO oder Logon-Script. Eine Deinstallation nach der Datensammlung ist auf den Clients nicht nötig.

    Daten auswerten

    In die ACM-Analyse fließen eigene und fremde Bewertungen einIm Hauptfenster des ACM sehen Sie durch Auswahl der Ansicht „By Status“, wie weit die Inventarisierung fortgeschritten ist. Zur Auswertung gelangen Sie über die Schaltfläche „Analyze“ und können pro Betriebssystem unter „Applications“, „Application Installers“ und „Devices“ die detaillierten Daten einsehen. Sie haben die Möglichkeit, per Kontextmenü jedem Datensatz Ihre eigene Einschätzung hinzuzufügen, etwa ob es bereits bekannte Probleme gab oder wie wichtig die Anwendung oder das Gerät ist – von „Business Critical“ bis „Unimportant“. Dies ist jedoch kein zwingender Schritt, Sie können auch ganz ohne eigene Einstufungen fortfahren. Nur falls Sie die Daten bestimmter Anwendungen oder Geräte nicht an Microsoft senden wollen, müssen Sie diese über den Menüpunkt „Set Send and Receive Status“ davon ausschließen – in der Voreinstellung sind alle dabei.

    Vor der Synchronisation zeigt der ACM an, welche Daten er senden wirdÜber die Schaltfläche „Send and Receive“ tauschen Sie Ihre Daten mit Microsoft und der ACT-Community aus. Danach sind die Daten von Herstellern und der Community lokal verfügbar, und Sie sehen auf den ersten Blick, was gar nicht läuft, wo es Lösungswege gibt und wo keine Probleme zu erwarten sind. Über das „Action“-Menü jedes Datensatzes können Sie diese jeweils ergänzen und bei der nächsten Synchronisation dem Community-Wissen hinzufügen.

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