Sind wir legal? Microsofts neues Volumenlizenzportal

    Microsoft LogoÜber den generellen Nutzen des neuen Microsoft-Portals für Volumenlizenzen kann man streiten – der viel beworbene Microsoft License Advisor hilft zwar durchaus, aufgrund der Unternehmensstruktur und des Budgets grundsätzliche Überlegungen anzustellen, aber wenn es konkret werden soll, müssen Sie schlussendlich doch einen Microsoft-Partner kontaktieren. Hinter manchem Link sind wiederum überraschend nützliche Informationen verborgen, wie etwa bei der Seite „Legalisierung“.

    Hier stellt Microsoft die übliche Vorgehensweise vor, bereits bestehende PCs nachzulizensieren. Das eigentlich Interessante sind hier die beschriebenen Szenarien, die dazu führen, dass das Unternehmen lizenzrechtlich nicht mehr legal ist.

    So schnell sind Sie illegal – aus Versehen

    So sind etwa alle Windows-Volumenlizenzen Upgrade-Lizenzen, das heißt sie dürfen nicht auf einem ohne Betriebssystem gekauften PC installiert werden. Auch vorinstallierte Consumer-Versionen wie Windows 7 Starter oder Windows 7 Home qualifizieren nicht zum Volumenlizenz-Upgrade – ein Administrator, der, weil es schnell gehen muss, den eben abgerauchten Rechner seines Chefs um die Ecke beim Krauter nebenan besorgt, bewegt sich schon auf dünnem Eis. Der Tausch eines Mainboards erfordert darüber hinaus eine neue Volumenlizenz, die wiederum nach ihrer Anwendung an das Mainboard gebunden bleibt.

    Das ist zwar dem IT-Management großer Firmen alles bekannt, doch dort kommen derlei Szenarien erst gar nicht vor: Mainboards werden nicht getauscht, sondern gleich der PC dem Service übergeben, ein Gerät aus dem Laden um die Ecke käme nie ins Haus, und dafür, dass neue PCs mit qualifizierenden Windows-Lizenzen ausgestattet sind, sorgt der Vertragspartner. Interessant ist die Seite vielmehr für kleine Unternehmen, die das Management der IT mit wenig Manpower oft nur einem Administratoren betreiben, oder es sich gar im Laufe des Wachstums ergeben hat, dass „Power-User“ aus der Belegschaft in die Rolle hineingewachsen sind. Technisches und lizenzrechtliches Wissen klafft gerade bei dieser Art Quereinsteiger-Admins gerne weit auseinander.

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