VMDK unter 64-Bit-Windows mounten

    Das „VMware Virtual Disk Development Kit“ bringt signierte Treiber für 64-Bit-Systeme mitFür das Mounten von VMDK-Festplatten auf dem Hostsystem stellt VMware das „VMware Workstation 5.5 Disk Mount Utility“ zur Verfügung. Dieses in die Jahre gekommene Tool – die Versionsnummer stammt von der der entsprechenden VMware Workstation – wird in Foren und Blogs immer noch gerne empfohlen. Sein Einsatz ist aber nur noch eingeschränkt möglich, so lässt es sich etwa auf vielen Windows-Versionen gar nicht erst installieren.

    Keine signierten Treiber für 64-Bit-Systeme

    Die Installation des „VMware Workstation 5.5 Disk Mount Utility“ funktioniert unter 64-Bit-Windows nichtDas Einbinden einer VMDK-Datei als Datenträger funktioniert über einen Treiber. Das alte Utility-Paket von VMware enthält diesen nur als 32-Bit-Version, die nicht signiert ist. Folglich lässt sich das Disk Mount Utility auf 64-Bit-Windows nicht installieren: Das Setup-Programm bricht ab, in der Ereignisanzeige lässt sich dann unter ID 7000 mit dem Service Control Manager als Quelle die Ursache dafür nachlesen. Das Setup-Paket mit dem zur VMware Workstation 5.5 gehörenden Tool lässt sich nicht auf modernen Windows-Versionen einsetzen.

    Weiterentwicklung unter anderem Namen

    Fündig wird man, wenn man nach dem „VMware Virtual Disk Development Kit“ sucht, abgekürzt VDDK. Vor dem Download muss man sich mit seinen Registrierungsdaten bei VMware anmelden beziehungsweise ein Konto anlegen, um die Lizenz zu akzeptieren. Angeboten werden Downloads für Linux, getrennt nach 32 und 64 Bit sowie ein gemeinsames Installationsprogramm für Windows, das die 64-Bit-Treiber und Bibliotheken mit enthält. Dass es standardmäßig nach %ProgramFiles(x86)%\VMware\VMware Virtual Disk Development Kit installiert, sollte dabei nicht irritieren, es handelt sich wirklich um die 64-Bit-Binaries.

    vmware-mount.exe aufrufen und verwenden

    Einbinden einer VMDK-Datei mit vmware-mount.exeDas eigentliche Dienstprogramm vmware-mount.exe befindet sich mitsamt den zugehörigen Bibliotheken und dem Treiber vstor2-mntapi10.sys im Verzeichnis %ProgramFiles(x86)%\VMware\VMware Virtual Disk Development Kit\bin. Es muss nicht unbedingt mit Administratorrechten gestartet werden; damit gemountete VMDK-Festplatten sind allerdings nur als Administrator zugreifbar. Der Aufruf ohne Parameter bringt eine kurze Hilfe für die Benutzung des Programmes. Die komplette Dokumentation aller Aufruf­parameter ist als PDF-Dokument bei VMware zu finden.

    2 Kommentare

    Bild von Lars
    Lars sagt:
    25. Oktober 2011 - 10:44

    Hey super,

    sehr schön erklärt. Danke.

    Lars

    Bild von Bora Uğurlu
    Bora Uğurlu sagt:
    21. April 2017 - 14:20

    Suchte seit 2 Tagen die Lösung. Danke dafür!