VMware-Snapshots mit vmrun auf der Kommandozeile verwalten

    Snapshots einer VM, wie sie vmrun anzeigtZur Standard-Installation von VMware Workstation, ESX oder vSphere gehört das Kommando­zeilen­tool vmrun. Es kann so ziemlich jede Aktion, die man per GUI oder Management-Console des betreffenden Produkts auslösen kann, alternativ auf der Kommando­zeile durchführen. Das ist besonders praktisch, wenn man – ob nun per WinRM oder SSH – mit einem Remote-Rechner auf Kommandozeilenebene verbunden ist.

    Snapshots anzeigen, erstellen und löschen

    vmrun kann einen Snapshot inklusive aller nachfolgenden löschenPer vmrun lassen sich auch die Aktionen durchführen, für die der Snapshot-Manager vorgesehen ist, also Snapshots aufzählen, erstellen oder löschen. Nicht möglich ist die Änderung der Snapshot-Konfiguration einer VM. Die Kommandos im Einzelnen findet man, wenn man vmrun ohne Parameter startet. Sie sind im Abschnitt „Snapshot Commands“ zusammengefasst.

    KommandoBeschreibungParameter
    ‹Pflicht›
    [optional]
    snapshoterstellt einen Snapshot ‹Pfad zur VMX-Datei›
    ‹Name des Snapshots›
    listSnapshotszählt vorhandene Snapshots auf, mit optionalem Parameter showTree als Baumansicht‹Pfad zur VMX-Datei›
    [showTree]
    deleteSnapshotlöscht Snapshot, mit optionalem Parameter andDeleteChildren auch alle nachfolgenden‹Pfad zur VMX-Datei›
    ‹Name des Snapshots›
    [andDeleteChildren]
    revertToSnapshotsetzt VM zu einem Snapshot zurück‹Pfad zur VMX-Datei›
    ‹Name des Snapshots›

    Um alle Snapshots einer VM zu löschen und die Snapshot-VMDKs wieder mit der VMDK zusammenzufassen, von der sie abstammen, sind zwei Schritte nötig:

    vmrun listSnapshots ‹Pfad zur VMX-Datei›

    Danach verwendet man den Namen des ersten Snapshots für das Kommando

    vmrun deleteSnapshot ‹Pfad zur VMX-Datei› andDeleteChildren

    Enthält der Name des Snapshots Leerzeichen, muss er in Anführungszeichen gesetzt werden. Zwei Dinge sind noch wichtig zu wissen, um vermeidbaren Misserfolgen mit vmrun vorzubeugen:

    • vmrun ist nur ein Stub, mit dem man das eigentliche Virtualisierungs­produkt bedient. Das Tool ermöglicht also nichts, das die Virtualisierungs­soft­ware nicht auch von sich aus vermag, insbesondere kann es kein Snapshot-Management für VMware Player bereitstellen. Zu VMware Player wird es auch nicht mit ausgeliefert, hier ist der separate Download der VIX-API erforderlich, wenn man mit vmrun arbeiten will.
    • Hat man den grafischen Snapshot-Manager geöffnet und bearbeitet die Snapshots gleichzeitig mit vmrun, stürzt VMware Workstation tendenziell ab, man sollte dies tunlichst vermeiden. Davon abgesehen stellt eine laufende VMware Workstation bei der Ausführung von vmrun auf der gleichen Maschine prinzipiell kein Problem dar.

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