VMware Workstation 7.1 und Fusion 3.1

    VMware Workstation Fusion ThumbnailVon VMware gab es diese Woche gleich 2 Produktaktualisierungen: Workstation 7.1 und Fusion 3.1 beenden die Beta-Phase und sind als Vollprodukt erhältlich. Beide Desktop-Virtualisierer folgen seit September 2008 mit VMware Workstation 6.5 beziehungsweise Fusion 2.0 einem aufeinander angepassten Produktzyklus; nun stimmen beide auch in der kleinen Versionsnummer überein. Für Benutzer den „Nuller“-Versionen beider Produkte ist das Upgrade jeweils kostenlos.

    Neuerungen bei VMware Workstation 7.1

    Über die neuen Funktionen von VMware Workstation berichteten wir bereits anlässlich der Beta-Version vom März dieses Jahres. Die Kernpunkte sind etwa die verbesserte Graphik mit 3D-Funktionen und der Unterstützung für Windows Aero, der Ausbau der SMP-und virtuellen Festplatten-Unterstützung und Direct Launch – die Möglichkeit, Anwendungen der VM direkt aus dem Startmenü des Hosts heraus zu starten. Hier ist die komplette Liste der Neuerungen.

    Neuerungen bei VMware Fusion 3.1

    Auch hier geht es auch vor allem um die Verbesserung der 2D- und 3D-Graphikleistung und Performance-Verbesserungen für schnellere Anwendungsstarts, bessere Spieleerlebnisse und ruckelfreie Darstellung im Gastsystem – VMware spricht von einer Verbesserung von 35%. Auf der Seite der Integration und des Benutzererlebnisses will Fusion vor allem mit der Unterstützung von Dock Exposé punkten, das heißt auch virtuelle Maschinen respektive virtuelle Anwendungen haben nun eine Vorschau in der seit MacOS X Snow Leopard neuen Funktion.

    Ebenfalls eine interessante Komfort-Funktion: USB EasyConnect lässt dem Benutzer bei jedem neuen USB-Gerät, ob es mit dem Host oder der Windows-VM verbunden werden soll, und merkt sich diese Zuordnungen. Andere Verbesserungen betreffen die Unterstützung von Boot-Camp-VMs. Die komplette Liste gibt es hier.

    Angriff auf den XenClient

    Anlässlich des ersten Beta-Tests von VMware Workstation 7.1 hatten wir spekuliert, ob man hier – auch mit den parallel in den VMware Player einfließenden neuen Funktionen, dem Microsoft Virtual PC Konkurrenz machen wolle. Inzwischen drängt sich eher der Eindruck auf, dass der Angriff dem XenClient gilt, den Citrix auf der Synergy in San Francisco vorstellte. In einer ersten Reaktion behauptete VMware, dass es für einen Typ-1-Hypervisors auf dem Client im Grunde keinen Bedarf gebe und befand sich damit plötzlich in einem Boot mit Microsoft, das die Nachricht ebenfalls eher zurückhaltend aufnahm.

    Die massiven Verbesserungen an Benutzererlebnis und Host-Integration machen den Eindruck, als verfolgte VMware schon länger die Strategie, statt eines eigenen Typ-1-Clients die entsprechenden Funktionen in seine bestehenden Host-Produkte einzubauen. Anhand des Vergleichs vom kostenlosen VMware Player mit der Workstation etwa kann man seit Jahren verfolgen, wie der Hersteller grundlegende Verbesserungen und Funktionserweiterungen parallel in verschiedene Produkte einführt.

    Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Entwicklung des vormals angekündigten eigenen Typ-1-Hypervisors von VMware bereits eingestellt wurde, statt dessen wird es vermutlich eine „Local Mode“ oder ähnlich genannte Erweiterung in VMware View 4.5 geben, mit der der Offline-Betrieb eines virtuellen Desktops lokal mit der soeben im Zuge der neuen Workstation-Version vorgestellten Technik realisiert wird.

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