Speichersysteme: Netgear verbindet Tablet-Rechner und Smartphones mit NAS

    Alle Systeme der Reihe Netgear ReadyNAS UltraBesitzer von Tablet-Rechnern und Smartphones aus, die unter Apples Betriebssystem iOS oder Google Android laufen, können nun von ihren mobilen Geräten aus auf die Network-Attached Storage-Systeme (NAS) der Reihe ReadyNAS Ultra von Netgear zugreifen. Wer beispielsweise ein iPad, iPhone oder ein Android-Mobiltelefon nutzt, kann damit "remote" Dateien auf sein Mobilgerät übertragen, die auf dem Storage-System lagern.

    Der Zugang erfolgt über zwei "ReadyNAS-Remote-Apps", die für jeweils 2,39 Euro in Apples iTunes Store beziehungsweise Android Market zum Kauf bereitstehen. Mit den Anwendungen lassen sich Dateien nicht nur downloaden, sondern auch auf den NAS-Filer überspielen.

    Neue Firmware

    Neben den Applikationen hat Netgear Neues in Sachen Firmware für das ReadyNAS Ultra zu bieten. Die Version 4.2.17 des ReadyNAS Betriebssystems RAIDiator verbessert nach Angaben des Anbieters die Leistung des Systems um 50 Prozent. Dieser Wert bezieht sich nach Angaben von Netgear auf den Datendurchsatz.

    Auch das Abspielen von HD-Videos soll schneller vonstatten gehen. Dies dürfte allerdings eher Home-User erfreuen, die das ReadyNAS zu Hause als Media-Server einsetzen, weniger Geschäftsanwender.

    Festplatten mit 3 TByte unterstützt

    Eine weitere Neuerung im Zuge des Updates: Das Speichersystem kann nun auch mit Festplatten bestückt werden, die 3 TByte Kapazität haben, also beispielsweise einer Seagate Barracuda XT, einer Seagate Constellation oder den entsprechenden Pendants von Western Digital, Toshiba und anderen noch verbliebenen Anbietern von Harddisks. Derzeit läuft alles darauf hinaus, dass nur noch diese drei Anbieter in diesem Segment übrig bleiben.

    Netgear ReadyNAS Ultra 6 mit Support für RAID 0, 1, 5 und 6Allerdings sind zumindest die Harddisk-Modelle für SATA 3 (600 MByte/s), die für den Unternehmenseinsatz ausgelegt sind, mit Preisen zwischen 200 und mehr als 300 Euro derzeit noch recht teuer; 3-TByte-Platten für SATA 2 (300 MByte/s) kosten etwa 40 Prozent weniger. Auch SATA-3-Platten für den Consumer-Bereich sind mittlerweile nur unerheblich teuerer als die Versionen für SATA 2.

    Technische Daten des ReadyNAS Ultra

    Noch ein Blick auf die technischen Daten des ReadyNAS Ultra: Das NAS-System bietet je nach Version Platz für zwei, vier oder sechs SATA-Festplatten. Dem entsprechend unterstützt das Basissystem Ultra 2 mit zwei Harddisks "nur" die RAID-Level 0 und 1. Damit kommt es eher für Heimanwender in Betracht.

    Kleinere Unternehmen sollten zum ReadyNAS Ultra 4 oder 6 greifen. Das 4er Modell ist für RAID 0, 1 und 5 ausgelegt, bietet dank der Verteilung der Daten über vier Platten hinweg also eine hohe Performance bei gleichzeitiger Redundanz.

    Das Ultra 6 unterstützt zusätzlich RAID 6. Diese RAID-Version verkraftet den Ausfall von zwei Festplatten und ist daher vor allem für Unternehmen interessant. Allerdings hat RAID 6 zwei Nachteile: den Preis für die Hardware (NAS-System und Festplatten) sowie niedrigere Schreib-/Lesegeschwindigkeiten.

    Schnittstellen

    Die NAS-Systeme sind zudem mit zwei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen und drei USB-Interfaces ausgerüstet. Allerdings wird derzeit nur USB 2.0 unterstützt. Auch was SATA betrifft, ist das ReadyNAS Ultra nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit: Es unterstützt SATA 2 (300 MByte/s), nicht den aktuellen Standard SATA 3.

    Allerdings dürfte für typische Büroumgebungen, in denen beispielsweise vorzugsweise Word- und Excel-Dokumente vom NAS-System zu Client-Systemen "transportiert" werden, SATA 2 ausreichen.

    Wer noch etwas warten kann: In Kürze dürfte Netgear die ReadyNAS-Ultra-Systeme um USB 3.0 und SATA 3 ergänzen. Allerdings wird das mit einer Preiserhöhung einher gehen.

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