Symantec-Studie: Warum und wie kleine Unternehmen virtualisieren


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    Symantec-Stude Virtualisierung - ÜberraschungenWelche Ziele kleine und mittelständische Firmen in Deutschland verfolgen, wenn sie Virtualisierungssoftware implementieren und welche Hürden sie dabei überwinden müssen, hat Symantec im Rahmen einer Studie ermittelt. Die meisten Firmen wollen demnach Kosten sparen (70 Prozent). Jeweils 50 Prozent der Befragten erhoffen sich die Ablösung veralteter Hardware, eine höhere Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Anwendungen sowie ein einfacheres Systemmanagement.

    Symantec-Stude Virtualisierung - Angestrebte ZieleDoch so ganz erfüllen sich diese Erwartungen laut der Studie in etlichen Fällen nicht. Immerhin 43 Prozent der IT-Fachleute der KMU räumten ein, dass nach Abschluss des Virtualisierungsprojekts die erhoffe vereinfachte Verwaltung von Anwendungen und Services ausblieb. Auch Basisziele, wie etwa zentrale Applikationen zu virtualisieren oder die Verfügbarkeit zu erhöhen, wurden verfehlt (jeweils in 25 Prozent der Fälle).

    Virtualisierung: komplex und dennoch kostengünstig

    Zudem halten Virtualisierungsprojekte offenbar auch für altgediente IT-Fachleute etliche Überraschungen bereit. So gaben 50 Prozent der Befragten an, dass Virtual Environments komplexer sind, als sie dies im Vorfeld erwartet hätten. Das bedeutet wiederum: Anwender sollten bereits bei der Planung eines entsprechenden Projekts darauf achten, Tools für ein effizientes Management solche Umgebungen zu implementieren.

    Symantec-Stude Virtualisierung - HürdenPositiv überrascht zeigten sich dagegen etliche IT-Fachleute, dass die Betriebskosten niedriger ausfallen als veranschlagt und der Nutzen für die Endanwender höher als erwartet ist.

    Der wichtigste Grund, weshalb kleinere Firmen auf Virtualisierung verzichten, ist der Mangel an Geld beziehungsweise Budget – keine sonderlich große Überraschung. Dem Geschäftsführer plausibel zu machen, dass Virtualisierung einen konkreten Nutzen bringt, dürfte in vielen KMU ins Leere laufen, wenn der IT-Fachmann dies nicht mit konkreten Zahlen unterlegen kann ("Wir sparen dadurch 20.000 Tausend Euro im Jahr").

    Ebenfalls wenig verwunderlich: 56 Prozent der Befragten IT-Fachleute gaben schlichtweg Zeitmangel als Hemmnis an. Hier schlägt sich die dünne Personaldecke der IT-Abteilungen vieler Mittelständler nieder. Ein Virtualisierungsprojekt müsste somit an externe IT-Berater outgesourct werden, und das wollen oder können sich KMU oft nicht leisten.

    Symantec-Stude Virtualisierung - Gründe für VerzichtNur auf den ersten Blick eigenartig erscheint dagegen das Argument, Virtualisierung lohne sich nicht, weil die IT-Umgebung bereits jetzt einfach genug sei (44 Prozent). Das dürfte speziell bei Klein- und Kleinstfirmen der Fall sein. In einer Umgebung mit ein oder zwei Servern lohnt sich der Aufwand, den Virtualisierung mit sich bringt, nur selten.

    Größere Herausforderung: der böse Wildwuchs

    Auch dann, wenn ein Virtualisierungsprojekt erfolgreich umgesetzt wurde, sehen die IT-Manager mit "Herausforderungen" konfrontiert. Die größten sind nach Einschätzung der befragten Fachleute der Wildwuchs virtualisierter Server und die Schwierigkeiten, die Kosteneinsparungen durch Virtualisierung konkret zu benennen.

    Symantec-Stude Virtualisierung - Nicht erreichte ZieleEine weitere Hürde hat ebenfalls mit dem lieben Geld zu tun: Für 44 Prozent der IT-Administratoren und EDV-Leiter besteht eines der größten Probleme bei Virtualisierungsprojekten darin, die potenziell möglichen Einsparungen in der Praxis tatsächlich zu erreichen. Dies dürfte allerdings mit der bereits angesprochenen Tatsache zusammenhängen, dass sich Einspareffekte durch das Virtualisieren von Servern, Desktops et cetera im Vorfeld nur schwer quantifizieren lassen. Dies gilt umso mehr, als gerade viele kleinere Unternehmen im Gegensatz zu Großfirmen noch keine und nur geringe Erfahrungen mit Virtualisierung gesammlt haben.

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