Ab Mai keine Security-Updates mehr für Windows 8.1 verfügbar

    Microsoft sieht im gerade erschienen Update für Windows 8.1 eine neue Systemvoraussetzung für den Bezug von Patches und Security-Fixes. Anwender, die es bis Mai nicht installieren, erhalten keine weiteren Updates für das Betriebssystem.

    In einem Blog-Post kündigte Steve Thomas, Senior Consultant bei Microsoft, an, dass die Installation des kürzlich veröffentlichten Updates für die Anwender von Windows 8.1 und Server 2012 R2 verpflichtend sei, wenn sie weiterhin Patches über Windows Update beziehen möchten.

    Update als Baseline für die weitere Wartung

    Neben Marketing-Floskeln, wonach die Maßnahme einen optimalen Support und Service für die Kunden gewährleisten solle, begründet Thomas das Vorgehen des Herstellers damit, dass das Update nun als neuer Ausgangspunkt für die Wartung des Systems betrachtet werde.

    Windows 8.1 Update ist künftig Voraussetzung für den Bezug von Patches.

    Anwender von Windows 8.1 und Server 2012 R2 haben demnach bis zum ersten Patch-Dienstag im Mai 2014 Zeit, um das Update einzuspielen. Auf PCs mit Windows 8.1 und Server 2012 R2, die bis dahin noch nicht aktualisiert werden, gelten neue Updates als "nicht anwendbar".

    KB2919355 vorerst nicht für WSUS

    Im Allgemeinen gilt die Installation des Updates, das im Kern aus KB2919355 besteht, als unproblematisch. Dennoch treten einzelne Fälle auf, in denen sich das Update nicht einspielen lässt. Darüber hinaus gibt es gelegentlich Kompatibilitätsprobleme mit Applikationen, so dass der Termin bis zum nächsten Patch-Dienstag im Mai für einige Anwender zu knapp ausfallen dürfte. Hinzu kommt, dass Microsoft wegen eines Bugs die Verteilung von Windows 8.1 Update über WSUS ausgesetzt und noch keinen Zeitpunkt für die Wiederaufnahme angegeben hat.

    Der Druck auf die Kunden, das Update für Windows 8.1 und Server 2012 R2 möglichst schnell auszurollen, spiegelt Microsofts verkürzte Release-Zyklen wider. Die neuerdings im Jahresrhythmus verfügbaren Upgrades erschweren die Wartung des Systems, wenn sie alle als Ausgangspunkt für Patches beibehalten werden.

    Dennoch sind nicht alle Upgrades von dieser Politik betroffen. So ist der Schritt von Windows 8 auf 8.1 und von Server 2012 auf R2 bis dato nicht verpflichtend. Benutzer dieser Vorgängerversionen erhalten weiterhin Security-Updates von Microsoft.

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