Altaro bringt kostenloses Backup für physische Windows-Server

    Altaro Physical Server BackupNach Veeam und Nakivo ergänzt auch Altaro sein Backup für virtu­elle Maschi­nen um eine Daten­sicherung für phy­sische Server. Die Lösung ist vorerst kosten­los und soll demn­ächst mit der Cloud Manage­ment Console inte­griert werden. Von VM Backup erbt sie fort­geschrittene Funk­tionen wie Dedup und Ver­schlüsselung.

    Auch wenn heute die große Mehrzahl aller x86-Server virtualisiert sind, gibt es in vielen Firmen noch einzelne Rechner, die alte Versionen des Betriebs­systems oder von Anwendungen direkt auf der Hardware ausführen (müssen). Reine VM-Backup-Programme sichern solche Server nicht, so dass Anwender dafür parallel ein anderes Tool oder das integrierte Backup von Windows Server benötigen.

    Nachdem Altaro eine eigene Version und ein Lizenzmodell für Managed Service Provider (MSPs) anbietet, möchte der Hersteller besonders für diese Zielgruppe solche Barrieren aus dem Weg räumen. Einzelne physische Server bei potenziellen Kunden sollen kein Grund mehr dafür sein, dass Partner für Backup-Dienste nicht in die engere Wahl kommen.

    P2V-Migration

    Die nun verfügbare erste Version der Software ist ein relativ einfaches Standalone-Programm, das aber einige interessante Features bietet. Neben der erwähnten Dedup­lizierung zur Reduktion des benötigen Speicher­platzes und der Verschlüs­selung der gesicherten Daten zählt dazu die Wiederherstellung als virtuelle Maschine.

    Die Wizard-geführte Wiederherstellung erlaubt auch eine P2V-Migration.

    Altaro Physical Server Backup erlaubt somit neben der Wieder­herstellung von Volumes auf einem Windows Server auch eine P2V-Migration von Legacy-Rechnern. Dieses Feature unterstützt als Ziel aktuell nur Hyper-V-Hosts, der Support für VMware vSphere soll folgen. Der Restore einzelner Dateien erfolgt, indem man das Backup in eine VHD zurücksichert, diese mountet und auf deren Inhalt zugreift.

    Unterstützte Quell- und Ziellaufwerke

    Als Ziel für Backups kommen lokale Laufwerke (USB, eSATA or iSCSI) sowie Netzwerk­freigaben in Frage.

    Das erste Release kennt einige Einschränkungen bei den Laufwerks­typen. So können Volumes, die mit ReFS formatiert wurden, ebenso wenig gesichert werden wie spanned und gespiegelte Volumes. Darüber hinaus unterstützt die Software keine Client-Versionen von Windows sowie Hyper-V-Hosts.

    Integration mit Cloud Management Console

    Die Konfiguration der Backups wie etwa das Festlegen eines Zeitplans oder von Aufbewahrungs­fristen erfolgt aktuell ausschließlich über eine eigene Konsole.

    Die Konfiguration des Backups erfolgt aktuell nur über die eigene Konsole des Tools.

    Auch hier steht ebenfalls eine engere An­bindung mit dem Backup für virtuelle Maschinen an, so dass sich alle Daten­sicherungen von einer Stelle aus steuern lassen.

    Verfügbarkeit

    Altaro Physical Server Backup kann kostenlos von der Website des Herstellers heruntergeladen werden. Support gibt es über das Online-Forum von Altaro.

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