Amazon Web Services bieten nun Windows Server 2008 R2

    Amazon bietet für EC2 bereits seit Oktober 2008 Instanzen mit Windows Server an, allerdings waren sie bisher auf die Versionen 2003 und 2008 beschränkt. Nun bringt der Cloud-Provider die Unterstützung für Microsoft auf den neuesten Stand. Mit Windows Server 2008 R2 führt Amazon auch den Support für SQL Server 2008 R2 ein.

    Mit dem Update stehen auch bei den Amazon Web Services die neuesten Infrastrukturdienste von Windows Server zur Verfügung, unter anderem das aktualisierte Active Directory, die IIS 7.5 oder Erweiterungen für das Datei-Management. Eine maßgebliche Verbesserung von Server 2008 R2, das Update von Hyper-V, spielt bei Amazon keine Rolle, weil es seine eigenen Virtualisierungsdienste auf Basis von Xen nutzt.

    SP1 bereits eingebunden, aber von geringer Bedeutung

    Amazon bietet 4 verschiedene AMIs mit Windows Server 2008 R2 anAuch wenn die offizielle Ankündigung das kürzlich erschienene Service Pack 1 nicht erwähnt, so zeigt die Benennung des Manifests einer AMI, dass dieses bereits an Bord ist. Aber auch die damit eingeführten wesentlichen Verbesserungen sind für die Nutzung über die AWS weitgehend bedeutungslos. Dynamic Memory für Hyper-V kommt wie der gesamte Hypervisor nicht zum Einsatz, und RemoteFX ist derzeit nur für LANs vorgesehen.

    AMIs mit Windows Server 2008 R2 gibt es in 4 Ausführungen:

    • Core: Sie entspricht einer Installation von Windows Server Core
    • Base: Diese Basisinstallation dient als Grundlage für die Einrichtung einer individuell konfigurierten Windows-Instanz
    • Base mit IIS und SQL Server Express: Diese Konfiguration richtet sich primär an Softwareentwickler.
    • SQL Server Standard 2008 R2: Enthält Windows Server 2008 R2 plus SQL Server 2008 R2 Standard

    Die AMIs mit Windows sind in allen Regionen und auch in deutscher Sprache verfügbar (wenn auch nur in der EU-Region). Die Preise blieben gegenüber den älteren Versionen von Windows Server unverändert. Die Unterstützung für Amazon Virtual Private Cloud, die der Integration von EC2-Instanzen mit der firmeninternen IT-Infrastruktur dient, steht noch aus.

    Keine Kommentare