Amazon Web Services: SQL Server in der Cloud, Support für .NET

    Amazon erweitert seinen Relational Database Service (RDS) um Microsoft SQL Server, wobei es alle Editionen von Express bis Enterprise unterstützt. Kunden können dabei entweder ihre eigene Lizenz mitbringen oder ein rein verbrauchsabhängiges Modell wählen, das die Kosten für die Lizenzierung bereits enthält. Ergänzend dazu ist Elastic Beanstalk nun in der Lage, das Deployment von .NET-Anwendungen zu automatisieren.

    RDS ist neben SimpleDB und DynamoDB einer von drei Datenbank-Services, er stellt aber im Gegensatz zu den beiden anderen marktgängige relationale Datenbanken bereit. Bisher war der Service auf MySQL und Oracle beschränkt, MS SQL Server ist der neueste Zugang. Als wesentlichen Vorteil der RDS nennt Amazon, dass es das vollständige Management der Datenbank übernimmt, von der Einrichtung über Patching, Updates und Monitoring bis zum Log-Backup.

    SQL Server auch im Free Usage Tier

    Amazon unterstützt die Microsoft-Datenbank in allen Editionen, in Kombination mit verschiedenen EC2-Instanztypen und über mehrere Bezahlmodelle. Allerdings bietet der Cloud-Provider anfangs nur SQL Server 2008 R2, im Lauf des Jahres soll SQL Server 2012 hinzukommen. Zum Ausprobieren des neuen Dienstes bieten die AWS die RDS for SQL Server auch im Rahmen von Free Usage Tier, das die kostenlose Nutzung einer Micro-Instanz von EC2 für 750 Stunden über ein Jahr erlaubt.

    Bring your own License

    Microsoft-Kunden mit einer Volumenlizenz für SQL Server können dank der damit verbundenen License Mobilty ihre vorhandenen Lizenzen mitbringen. Alternativ existieren mehrere Varianten, bei denen die Lizenzkosten in die verbrauchsabhängige Abrechnung (pro Stunde) einkalkuliert sind oder wo für Reserved Instances vorab ein zusätzlicher Betrag zu entrichten ist (Details finden sich in der Preis- und Lizenzübersicht von Amazon).

    Elastic Beanstalk für .NET

    Begleitend zur Einführung von RDS for SQL Server erweitert Amazon seinen Dienst Elastic Beanstalk auf .NET. Er automatisiert das Deployment von Anwendungen und übernimmt das Load-Balancing, die Skalierung durch Hinzufügen benötigter EC2-Instanzen und das Health Monitoring. Bisher war der Service auf Java und PHP beschränkt. Entwickler können ihre Anwendungen über das AWS Toolkit für Visual Studio direkt aus der Programmierumgebung auf die Amazon Web Services übertragen.

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