AppSense Application Manager 8.2: ActiveX-Nutzung regulieren

    AppSense veröffentlichte die Version 8.2 des Application Manager. Das Tool ist Bestandteil der Management Suite zur User-Virtualisierung und dient unter anderem der flexiblen Steuerung von Benutzerrechten. Diese in der Version 8.1 eingeführten Funktionen dehnt der Application Manager 8.2 auf ActiveX-Komponenten aus.

    Reduktion der Ausführungsrechte auf das nötige Minimum

    Die Software kann nicht bloß die Ausführung von bestimmten Anwendungen erlauben oder unterbinden, wie dies bei Tools für das Whitelistung oder Blacklisting der Fall ist. Vielmehr kann es darüber hinaus während der Laufzeit die Benutzerrechte anpassen und so das Prinzip des Least Privilege umzusetzen. So ist der Application Manager in der Lage, für ausgewählte Programme temporär die Benutzerrechte auf Administratorniveau anzuheben, ohne dass der angemeldete User in die Administratorengruppe aufgenommen werden muss.

    Umgekehrt kann das Tool die Ausführung von bestimmten Anwendungen mit geringeren Rechten erzwingen, wenn der Benutzer mit administrativen Privilegien ausgestattet ist. Diese abgestuften Zugriffsrechte lassen sich auch auf Windows-Komponenten wie Applets in der Systemsteuerung anwenden.

    Management der Rechte für ActiveX

    Der Application Manager 8.2 erlaubt nun, die Installation und Ausführung von ActiveX-Controls zentral zu regulieren. Die neue Version kann den Download von solchen Komponenten abhängig von der URL oder der Applikation gestatten bzw. unterbinden, so dass also bespielsweise bestimmte Controls von allen Websites oder ausgewählte Controls von bestimmten Websites installiert werden dürfen. Zusätzlich lässt sich festlegen, dass die Installation nicht unter dem aktiven, sondern einem extra dafür vorgesehenen Benutzerkonto erfolgt.

    Der Application Manager wird über Partner vertrieben und kostet für eine Desktop-Lizenz 30 Euro.

    Alternativen von RES Software und Scriptlogic

    AppSense ist mit dem granularen Management der Ausführungsrechte einer von mehreren Herstellern, die aktuell mit neuen Versionen ihrer Tools auf den Markt kommen. Erst kürzlich gab RES Software den Workspace Manager 2011 frei, der einen ähnlichen Funktionsumfang aufweist wie der Application Manager von AppSense.

    Auch Scriptlogic stellte mit Privilege Authority ein Produkt vor, mit sich die Ausführungsrechte für Anwendungen abhängig von verschiedensten Bedingungen erhöhen oder beschränken lassen. Die Regeln können auf Anwendungen, ActiveX-Controls oder Installationsroutinen angewandt werden. Dafür lassen sich zusätzlich verschiedene Filtern festlegen, etwa für alle Programme aus einem bestimmten Verzeichnis oder die mit dem Zertifikat eines spezifischen Herstellers signiert wurden. Privilege Authority kostet für 10 Workstations 107,50 Euro.

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