Aus Windows 8 Server wird Windows Server 2012


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    Bislang segelte Microsofts neue Server-Version von Windows analog zur Client-Variante unter dem Codenamen "Windows 8", genauer gesagt "Windows Server 8". Auf dem Microsoft Management Summit 2012 in Las Vegas hat der Software-Hersteller nun bekannt gegeben, dass die neue Server-Version analog zu ihren Vorgängern "Windows Server 2012" heißen wird.

    Wie der Verweis auf 2012 souffliert, wird das Betriebssystem, ebenso wie Windows 8, noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Wenn Microsoft nach demselben Muster verfährt wie bei Windows 7 und Windows Server 2008 R2, dürften beide Programmpakete zur selben Zeit herauskommen, vermutlich rechtzeitig zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts.

    Wichtige Neuerungen bei Windows Server 2012

    Zu den Storage-Features von Windows 8 Server alias Windows Server 2012 hat bereits Wolfgang Sommergut einen Beitrag verfasst. Zu den wichtigsten anderen Neuerungen zählt unter anderem der Support von großen Hyper-V-Clustern, sprich bis zu 63 Hosts und 4000 Hosts pro Cluster. Ebenfalls neu ist Version 3.0 von Hyper-V. Sie ist für Host für bis zu 160 logische CPUs und 2 Terabyte RAM ausgelegt. Jeder Virtual Machine lassen sich bis zu 512 GByte Arbeitsspeicher zuweisen.

    Verbessert beziehungsweise erleichtert hat Microsoft bei Windows Server 2012 den Transfer (Live-Migration) von Virtual Machines. Hier übernimmt eine Assistenzfunktion die wesentlichen Arbeiten und entlastet somit den Systemverwalter. Für Virtual Desktop Infrastructures (VDIs) sind die Verbesserungen bei RemoteFX von Bedeutung. Hier hat Microsoft vor allem bei der WAN-Tauglichkeit nachgebessert.

    NIC-Teaming

    Mit NIC-Teaming lassen sich bei Windows Server 2012 physische Netzwerkadapter zu "Teams" zusammenfassen. Diese Funktion wurde in früheren Windows-Server-Versionen nicht offiziell von Microsoft unterstützt. Allerdings gibt es immer noch einige Limitierungen, wie in diesem Beitrag im winntfs-Blog nachzulesen ist. So lassen sich nur Adapter mit gleicher Bandbreite zusammenfassen, also beispielsweise zwei 1-Gigabit-Ethernet-NICs oder zwei Modelle für 10 GBit/s. Ist Receive Side Scaling (RSS) gefragt, müssen beide Adapter dies unterstützen.

    Integriert sind weiterhin Funktionen wie Netzwerk-Virtualisierung (wichtig für Cloud-Computing-Umgebungen) und eine Erweiterung der VPN-Ersatztechnik Direct Access. Sie unterstützte bislang nur IPv6. Das hat Microsoft revidiert – kein Wunder angesichts der Tatsache, dass IPv4 immer noch Stand der Dinge ist. Nun lassen sich auch zu IPv4-Systemen Direct-Access-Verbindungen aufbauen.

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