Backup: Acronis mit True Image für Macs

    Acronis hat eine Version seiner Backup-Software Acronis True Image für Mac OS X vorgestellt. Zielgruppe sind private Mac-User, aber natürlich auch Kleinfirmen und Selbstständige, die Mac-Systeme beruflich einsetzen.

    Für größere Unternehmen bietet Acronis mit ExtremeZ-IP eine Lösung an, mit der sich Macs in IT-Umgebungen einbinden und dort managen lassen, die auf Windows Server und Active Directory basieren. In diesem Fall können Macs mithilfe der bordeigenen Time-Machine-Backup-Funktion Datensicherungen erstellen. Diese werden dann mithilfe von Acronis Backup & Recovery auf lokalen oder externen Festplatten, Storage-Systemen, Bandlaufwerken oder in Cloud-Umgebungen abgelegt.

    An Windows-Version angelehnt

    Acronis True Image für Mac - Speicherort wählenDie Funktionen von True Image für Mac entsprechen weitgehend denen der Windows-Version. Das gilt allerdings nicht für die Benutzeroberfläche. Diese hat der Hersteller an Mac OS angepasst - belieibe keine Sellbtverständlichkeit bei Tools, die aus der Windows-Welt stammen.

    Eine Besonderheit von True Image ist, dass Backups sowohl lokal als auch in einer Cloud-Umgebung von Acronis gespeichert werden. Das heißt, der User hat somit jederzeit Zugriff auf Backups, auch dann, wenn er keine Online-Verbindung zur Cloud vorhanden ist.

    Gesichert werden komplette System-Images, inklusive Applikationen, Benutzerdaten und Konfigurationseinstellungen. Das heißt, es lassen sich Systemumgebungen wiederherstellen, etwa nach Hardware-Fehlern, nicht nur Dateien und Nutzerkonfigurationen.

    Allerdings ist speziell beim Offline-Backup zu beachten, dass manche MacBooks mit Solid State Drives ausgestattet sind, die keine allzu üppige lokale Speicherkapazität haben. Das MacBook Air verfügt beispielsweise in der Basisversion über eine SSD mit 128 GByte. Gleiches gilt für das kleinste MacBook Pro. Viel Raum für größere Datensicherungen ist auf solchen Systemen somit nicht vorhanden.

    Virtual Machines von Parallels sichern

    Doch zurück zu Acronis True Image für Mac. Mit der Software können auch Virtual Machines von Parallels im laufenden Betrieb gesichert werden. Parallels Desktop für Mac ist ein Programm, mit dem sich auf Macs Windows in einer virtuellen Umgebung betreiben lässt. Der Vorteile gegenüber Bootcamp von Apple: Der User kann Mac OS und Windows parallel betreiben und Dateien zwischen beiden Betriebssystemumgebungen hin und her bewegen.

    Bei Bootcamp lautet die Devise dagegen "entweder – oder", sprich nur eines der beiden Betriebssysteme kann genutzt werden. Alternativen zu Parallels sind übrigens VMware Fusion und die Open-Source-Software Oracle VirtualBox.

    Übersicht über die Funktionen von Acronis True Image für Mac

    Hier weitere Features der Mac-Version von True Image:

    • Wiederherstellung: Wie erwähnt, lassen sich komplette Images "restoren", aber auch einzelne Ordner und Dateien.
    • Backup-Planung: Der Nutzer kann einen Backup-Plan erstellen und die Sicherungen automatisch vornehmen lassen. Integriert sind zudem eine Versionierungsfunktion (für bis zu zehn Versionen) und die Möglichkeit, inkrementelle Backups zu erstellen. Letzteres spart Speicherplatz, siehe den oben genannten Punkt SSDs mit geringer Kapazität bei einigen MacBooks.
    • Verschlüsselung: Die Datensicherungen werden verschlüsselt. Ein "Muss", zumal dann, wenn die Sicherungen in der Cloud abgelegt werden.
    • Notfallmedium: Um für einen Daten-GAU gerüstet zu sein, lässt sich ein Notfall-Medium erstellen. Der Mac bootet dann über eine spezielle Recover-Umgebung.
    • Support für Time Capsule: Die Datensicherungen können auch auf Apples Backup-System Time Capsule abgelegt werden.

    Unterstützte Dateisysteme und OS-Versionen

    Acronis True Image für Mac - Datensicherungsintervall festlegenNoch ein Blick auf technische Feinheiten. Die Software unterstützt Mac OS X ab der Version Mountain Lion (10.8) und die Dateisysteme HFS+ (Mac), FAT32 und ExFAT. Allerdings gibt es einige Konfigurationen, die nicht unterstützt werden. Dazu zählen Bootcamp- und NTFS-Partitionen, mit FileVault 2 verschlüsselte HFS+-Partitionen sowie Mac-Rechner, die mit einem Fusion-Drive-Laufwerk ausgestattet sind. Ein Fusion Drive ist eine Kombination aus Festplatte und SSD, die in iMac-Desktop-Systemen verwendet wird.

    Als Backup-Medien kommen Festplattenlaufwerke und Netzwerk-Speichersysteme SMB und AFP) in Betracht. Außerdem können USB-Laufwerke, etwa externe Festplatten, und Geräte mit Thunderbolt-Schnittstelle verwendet werden.

    Vergleich zu Time Machine

    Mac OS X - Time MachineIm Vergleich zu Time Machine, der in Mac OS X integrierten Backup-Funktion, weist True Image laut Acronis mehrere Vorteile auf. Da Time Machine keine bootfähigen Images speichert, ist die Restore-Prozedur nach einem Hardware-Fehler (Festplatten-Crash) aufwändiger.

    Zudem lassen sich keine inkrementellen Backups von Virtual Machines erstellen. Als weiteren Vorteil führt der Hersteller eine höhere Flexibilität bei der Planung von Datensicherungen an.

    Preise

    Die Einzelplatz-Version von Acronis True Image für Mac kostet 49,95 Euro. Benutzer mit mehreren Macs können eine Lizenz für drei Systeme erwerben. Sie kostet 79,95 Euro.

    Hinzu kommen die Kosten für den Speicherplatz in der Acronis-Cloud. Wer dort Backups speichern möchte, muss 4,95 Euro pro Monat für 250 GByte veranschlagen. Gegen Aufpreis kann der User mehr Speicherplatz ordern. In den ersten 30 Tagen stehen die 250 GByte kostenlos zur Verfügung.

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