Backup Exec 2014: Support für Server 2012 R2, Exchange 2013

    Symantec veröffentlichte die Version 2014 von Backup Exec. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Unterstützung von Windows Server 2012 (R2), Exchange 2013 und SharePoint 2013, die Rückkehr des Job Monitors sowie ein vereinfachter Upgrade-Prozess.

    Symantec zählt nach wie vor zu den Marktführern bei Lösungen für die Datensicherung, auch wenn das Unternehmen durch mehrere neue Wettbewerber unter Druck geraten ist, die ihre Produkte schneller auf die Sicherung virtueller Umgebungen ausgerichtet haben. Hinzu kamen zuletzt auch Qualitätsprobleme, die der Hersteller selbst eingeräumt hatte. Schließlich gibt es nach wie vor die etwas unklare Arbeitsteilung zwischen Backup Exec und NetBackup, wodurch Mittelständler und große Unternehmen separat angesprochen werden.

    Support für Storage-Funktionen von Server 2012

    Relativ spät unterstützt Symantec mit Backup Exec 2014 nun Windows Server 2012 und 2012 R2. Dabei ging es freilich nicht nur darum, dass die Software auf den neuesten Betriebssystemen von Microsoft läuft und diese als Media Server genutzt werden können. Vielmehr stand die Unterstützung der zahlreichen neuen Storage-Features und des aktualisierten Hypervisors an, um den Anforderungen der Datensicherungen zu genügen.

    So führte Windows Server 2012 mit ReFS ein neues Dateisystem ein, das bisherige Versionen von Backup Exec nicht sichern konnten. Ähnliches gilt für das neue VHDX-Format, das größere virtuelle Laufwerke enthalten kann als die älteren VHDs. Backup Exec 2012 musste für die granulare Wiederherstellung von einzelnen Objekten VHDX-Dateien in VHDs konvertieren, so dass weiterhin das Größenlimit von 2 TB bestand. Diese Behelfslösung entfällt nun in mit der Version 2014.

    GRT für Exchange 2012 und SharePoint 2013

    Das Item-Level-Recovery (von Symantec als Granular Recovery Technology bzw. GRT bezeichnet) war bis dato auch die größte Hürde für die Sicherung von Exchange 2013 und SharePoint 2013. Backup Exec 2014 kann nun einzelne Mails, Kontakte oder Dokumente aus den aktuellen Messaging- und Groupware-Systemen wiederherstellen.

    Zentrale Sicht auf alle Jobs

    Bis zur Version 2010 bot Symantec eine zentrale Sicht auf alle Backup-Jobs. Dieser so genannte Job Monitor verschwand in Backup Exec 2012, so dass der Status von Sicherungsaufträgen nur pro Server eingesehen werden konnte. Auf Wunsch vieler Kunden kehrt die ursprüngliche Übersicht wieder zurück, wo sich sämtliche Jobs auf einen Blick erfassen lassen.

    Einfacheres Upgrade, höhere Performance

    Ebenfalls auf der Wunschliste von vielen Anwendern dürfte ein Upgrade-Prozess gestanden haben, der die vorhandene Konfiguration beibehält. Symantec verspricht, dass alle Jobs und Einstellungen erhalten bleiben, wenn man Backup Exec 2014 auf die Versionen 12.5, 2010 oder 2012 aufspielt.

    Schließlich dürften die vom Hersteller versprochenen Performance-Verbesserungen bei den meisten Kunden ebenfalls willkommen sein. Angesichts kontinuierlich zunehmender Datenmengen und kürzerer Backup-Fenster spielt dieses Kriterium eine immer größere Rolle. Symantec reklamiert eine bis zu 100 Prozent gesteigerte Geschwindigkeit gegenüber den Vorgängerversionen.

    Backup Exec ist seit Anfang Juni verfügbar. Symantec kündigte an, alle 90 Tage ein Service Pack zu veröffentlichen, das nächste davon im September. Eine kostenlose, 60 Tage gültige Testversion der Software kann von der Website des Herstellers heruntergeladen werden.

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