PureSync erlaubt Zugriff auf Windows-Shadow-Copy


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    PureSync 4.5 - Auswahl einer SchattenkopieEinen direkten Zugang zu den Schattenkopien von Windows ermöglicht das Tool PureSync 4.5 des Münchner Software-Spezialisten Jumping Bytes Software. PureSync dürfte etlichen Windows-Nutzern als Werkzeug für das Synchronisieren und Sichern von Dateien ein Begriff sein. Die Version 4.5 ermöglicht es nun, die Dateien, die Windows in der Schattenkopie gespeichert hat, mit dem aktuellen Datei-Bestand zu vergleichen.

    Das ist im Normalfall nicht ohne weiteres möglich, weil Windows diese Files versteckt, um Schäden daran durch nicht sachgerechten Umgang oder versehentliches Löschen zu vermeiden.

    Detaillierter Vergleich möglich

    Um Shadow Copies zu analysieren, wählt der User das Laufwerk und die entsprechende Kopie aus. Optional kann er auch auf die neueste Version der Sicherungsdaten zugreifen. Anschließend hat der Nutzer die Wahl, ob er die komplette Windows-Installation, das Benutzerverzeichnis oder einzelne Dateien wiederherstellen möchte.

    Auch der letztgenannte Punkt, das Wiederherstellen von separaten Files, "funktioniert", wenn in einer Schattenkopie gezielt nach ihnen gesucht wird. Der Nutzer kann beispielsweise die Suche durch die Angabe von Dateiendungen (.xlsx, .docx, .odt) eingrenzen, oder er gibt ein Zeitfenster vor (Dateien, die in den letzten 60 Minuten gelöscht wurden).

    Änderungen an Konfigurationsdaten ermitteln

    PureSync 4.5 - Vergleich von DateienSystemverwalter und IT-Profis können die neue Funktion dazu nutzen, um Änderungen an Konfigurationsdateien und Treibern transparent zu machen. Das "Herumspielen" an solchen Einstellungen durch vermeintliche Windows-Experten ist eine der häufigsten Fehlerursachen – und wird auf Nachfrage häufig mit einem "Ich habe nichts gemacht!" beantwortet.

    Zu den Standard-Funktionen von PureSync zählen das Synchronisieren von Datenbeständen und das Anlegen von Sicherungen. So können Kopien von Dateien und Verzeichnisse auf Netzlaufwerken, NAS-Systemen und FTP-Servern gespeichert werden. Auch das Anlegen von Sicherungen lokal auf dem Rechner ist möglich, etwa auf einer zweiten Festplatte oder SSD.

    Dieser Vorgang lässt sich automatisieren und feinkörnig anpassen, etwa durch die Vorgabe, dass bei Beendigung bestimmter Applikationen ein Backup erstellt wird. Auch beim beim Herunterfahren des Systems oder dessen Start lassen automatisch Kopier- und Sicherungsvorgänge anstoßen.

    Für Windows

    Details zu den Funktionen sind auf der Web-Seite von PureSync zu finden. Die Software läuft auf Client-Systemen unter Windows XP, Vista, 7, 8.x und Windows 10. Bei den Server-Versionen werden die Ausgaben ab Windows Server 2003 unterstützt.

    Wichtig für ältere Systeme. PureSync arbeitet auch mit den 32-Bit-Versionen von Windows zusammen, nicht nur mit den 64-Bit-Ausgaben.

    Zwei Editionen

    PureSync steht in zwei Versionen bereit: einer kostenlosen "Personal Edition" für den privaten Gebrauch und einer kostenpflichtigen "Professional"-Variante mit erweitertem Funktionsumfang für rund 20 Euro. Eine Tabelle mit den Features beider Versionen ist auf dieser Web-Seite zu finden.

    Ein Gutteil der besonders hilfreichen Eigenschaften ist der Professional-Ausgabe von PureSync vorbehalten. Dazu gehören die angesprochene Wiederherstellung von Dateien aus der Wiederher­stellungskopie heraus und die Unterstützung von FTP. Auch das Komprimieren und Verschlüsseln von Daten ist nur mit der Profi-Version möglich, ebenso das parallele Ausführen von mehr als 10 Jobs.

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